Benzinpreis: ÖAMTC Analyse nach dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung - Polemik statt Sachinformation

Wien (OTS) - Der ÖAMTC -"Benzinpreisexpertin" Elisabeth Brugger-Brandau ist offensichtlich jedes Mittel recht, mit bewußten Fehlanalysen Schlagzeilen zu machen und die Mineralölwirtschaft zu diskreditieren. Mit Halbwahrheiten und Auslassungen wird zum wiederholten Male versucht, die Mineralölwirtschaft an den Pranger zu stellen.

Die Entwicklung auf den internationalen Märkten wird dabei völlig negiert.

Brugger-Brandau protestiert heftigst gegen "unmäßige" Preiserhöhungen innerhalb der letzten zwei Wochen und beruft sich dabei auf deutlich billigere Nettopreise in Deutschland.

Verschwiegen wird dabei der seit 8 Wochen tobende deutsche Preiskrieg, welcher der Branche mittlerweile Verluste in Höhe von 500 Mio DM im Monat beschert und zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet. Bekanntlich hat diese dramatische Situation bereits das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Der gegenwärtige Preiskrieg in Deutschland wirkt sich auf Grund des Mengen-gewichtes massiv auf den EU-Durchschnittspreis aus und macht diesen als Maßstab völlig untauglich. Dies nicht für die Preisbeurteilung in Österreich zu berücksichtigen ist nach jedweder Betrachtung unverantwortlich.

Exkludiert man Deutschland auf Grund der Sondersituation aus der EU-Durchschnittspreisbetrachtung beträgt die gegenwärtige aktuelle Differenz bei den Nettopreisen gegenüber dem EU-Durchschnitt (Oil-Bulletin der Europäischen Kommission vom 15. Mai 2000) "sage und schreibe"

21 g bei Eurosuper respektive
9 g bei Diesel.

Die Suppe, die hier gekocht wird, ist sehr dünn.

Tatsächlich ist die Entwicklung der Verkaufspreise an Österreichs Tankstellen in den letzten Wochen deutlich unter der Entwicklung der Produktnotierungen in Verbindung mit dem Dollarkurs geblieben. Dies ist für ernsthaft interessierte und seriöse Beobachter leicht nachvollziehbar.

Dem anhaltenden Anstieg der Einstandskosten wird auch in den übrigen EU-Ländern Rechnung getragen. Der zitierte EU-Nettodurchschnittspreis wird praktisch ausschließlich durch die deutsche Sondersituation bestimmt und reflektiert daher das Marktgeschehen in Europa in keiner Weise.

Brugger-Brandaus Aufruf zum Handeln kann man sich nur anschließen:
endlich sauber zu analysieren, Fakten seriös auszuwerten und die Autofahrer objektiv zu informieren, statt mit Polemik um die Gunst ihrer Mitglieder zu buhlen und damit eine gesamte Branche zu diskreditieren.

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