Erfolgreicher Ukraine-Staatsbesuch für Österreichs Wirtschaft

Maderthaner: Wir konnten Anliegen der Unternehmen an höchster Stelle vortragen; Kutschma verspricht stabileres Rechtssystem

Wien (PWK) - Aus Sicht der Wirtschaft war der Staatsbesuch von Bundespräsident Thomas Klestil in der Ukraine ein erfolgreicher Schritt für eine Intensivierung des Außenhandels zwischen Österreich und dem rund 50 Millionen Einwohner zählenden Nachfolgestaat der ehemaligen Sowjetunion. "Wir konnten die Anliegen der österreichischen Unternehmen an höchster Stelle vortragen und erhielten umgehende Zusagen zur Lösung der vor allem im steuerlichen und rechtlichen Bereich auftretenden Probleme", berichtet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, der an der Spitze einer zwanzigköpfigen Firmendelegation den Bundespräsidenten nach Kiew begleitete.

Natürlich könne man nicht erwarten, dass gleichsam von heute auf morgen das gesamte wirtschaftliche System der Ukraine auf marktwirtschaftliche Prinzipien umgestellt werde, bemerkte Maderthaner, aber es sei eindeutig die Bereitschaft und der Wille der Regierung zu raschen Reformen in diese Richtung erkennbar.

Diese Einstellung äußerte sich auch in der Tatsache, dass der ukrainische Staatspräsident Leonid Kutschma persönlich gemeinsam mit Bundespräsident Klestil an dem österreichisch-ukrainischen Wirtschaftsforum, das von WKÖ-Präsident Maderthaner und dem stv. Wirtschaftsminister Viktor Kalnyk veranstaltet wurde, teilgenommen hat. Kutschma wies dabei auf die sich stabilisierende Wirtschaftssituation der Ukraine hin, die 1999 zum ersten Mal seit zehn Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen konnte und ein BIP-Wachstum von 2,6 Prozent erreichte.

Höchste Priorität habe die Fortsetzung der Verwaltungsreform in der Ukraine, berichtete Kutschma, die mehr Sicherheit im Steuer- und Rechtssystem gewährleisten soll; beides Punkte, die von den in die Ukraine exportierenden österreichischen Firmen als Hemmnisse im Außenhandel angeführt wurden. "Mit dem Ziel, die Auslandsinvestitionen in unser Land zu vergrößern, wird alles daran gesetzt um die Bedingungen für die ausländischen Investoren zu verbessern", versprach Kutschma.

Österreich ist unter den EU-Ländern der viertgrößte Investor in der Ukraine. Gleichzeitig zählt Österreich zu den drei wichtigsten ukrainischen Handelspartnern und exportierte 1999 Waren im Wert von 1,8 Mrd Schilling. Zum weiteren Ausbau der Geschäftsbeziehungen zwischen Österreich und der Ukraine wird im Juni eine Wirtschaftsmission nach Kiew und Lwiw abgehalten und im Herbst ein Ukraine-Investitionsseminar in der Wirtschaftskammer Österreich veranstaltet. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines österreichisch-ukrainischen Wirtschaftsclubs für ehemalige Teilnehmer der seit Jahren stattfindenden Managementlehrgänge des WIFI Österreich und dem Institut Rynok (Kiew) geplant. (Ne)

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