Rieder: Grasser-Aussagen absolut überflüssig

Wien, (OTS) "Ich halte dies für ein verhandlungstaktisches Manöver, sollte es aber ernst gemeint sein, so bedeutet dies eine schwerwiegende Beschädigung des österreichischen Gesundheitswesens", wandte sich Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Freitag gegen die Erklärung von Finanzminister Mag. Karl-Heinz Grasser, in den österreichischen Spitälern müssten 3 Mrd. Schilling eingespart werden, damit sie der Bund nicht selbst
zu zahlen habe.

"Solche Einsparungen müssten einen dramatischen Personalabbau bei Krankenpflegepersonal und Ärzten und eine deutliche Verschlechterung der Patientenbetreuung zu Folge haben", betonte Rieder. "Auch weiterhin fehlt der Bundesregierung jedes Konzept
für eine notwendige Gesamtreform, denn Leistungsverlagerungen können nur mit Begleitmaßnahmen durchgeführt werden." Rieder: "Es ist an der Zeit, dass sich Gesundheitsstaatsekretär Dr. Reinhart Waneck emanzipiert und sich nicht am Gängelband des
Finanzministers vorführen lässt."

Strukturmaßnahmen in Wien bereits durchgeführt

Jedenfalls für die Wiener Spitäler sind Einsparungszurufe des Finanzministers absolut überflüssig. "Wir haben in den letzten Jahren durch eine Reihe von Maßnahmen die Krankenhausausgaben in Wien stabilisiert, ohne dabei den medizinischen Fortschritt zu verhindern", so Rieder.

So wurden von 1993 bis 1999 die Betten in den
Krankenanstalten der Stadt Wien um 1.055 reduziert.

Im selben Zeitraum wurde die Aufenthaltsdauer der Patienten
im AKH von 9,34 auf 7,81 Tage im Durchschnitt, in den übrigen Akutanstalten auf 9,93 auf 8,08 und in den Psychiatrischen Krankenhäusern von 42,7 auf 12,3 Tage gesenkt.

Von 1993 bis 1999 wurden die Ausgaben für Medikamente und medizinischen Bedarf im AKH von 3.149 Schilling je Patienten und
Tag auf 3.019 Schilling gesenkt, obwohl gerade in dieser Krankenanstalt eine enorme Leistungssteigerung stattgefunden hat.

"Dazu kommt, dass aus den Mitteln der Wiener Steuerzahler jährlich 2 Mrd. Schilling für die Behandlung von Patienten aus anderen Bundesländern aufgewendet werden müssen," schloss Rieder. (Schluss) mmr

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