Görg: Wohnbau muß stärker den Bewohner-Bedürfnissen entsprechen

Wien,(OTS) "Der gesellschaftliche Wandel der vergangenen Jahre und Jahrzehnte hat neue Formen des sozialen Lebens und der Wohnkultur mit sich gebracht, und das stellt für
Planungspolitiker, Wohnungsanbieter und Wohnpolitik eine große Herausforderung dar. Umso mehr freue ich mich, dass heuer wieder
die Wiener Wohnbautage stattfinden, die den Menschen und seine Wohnbedürfnisse in den Mittelpunkt rücken", sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg am Freitag bei einem Round Table im Wiener Rathaus anlässlich der 2. Wiener Wohnbautage unter dem Motto "Wohnen als soziales Bedürfnis oder nur ein Produkt
unter vielen". Der Wiener Vizebürgermeister diskutierte zum Thema Wohnbau: "Könnt ihr das schaffen was wir wollen?" mit den Vortragenden Dr. Michael Landau (Caritas Wien), Henning von der Lancken (Wohnbaugesellschaft Friedrichshain mbH Berlin), dem Architekten Professor Dr. Z. Peter Pininski und Architekt DI Christian Eizenberger (Bauland München).****

"Im Großen und Ganzen sind die Wienerinnnen und Wiener mit ihrem Zuhause zufrieden", erklärte Vizebürgermeister Bernhard Görg. Das zeigte eine von der MA18 (Stadtentwicklung und -planung) in Auftrag gegebene Studie der Marktforschungsinstitute Ifes und Fessel/GfK zum Thema "Zufriedenheit mit dem geförderten Wohnbau". "Ich gehe davon aus, dass alle gerne im Grünen mit idealer Infrastruktur und in einem guten Wohnbezirk wohnen wollen", sagte Görg, "aber dennoch empfinde ich das Ergebnis als Auftrag für die Wiener Stadtplanung". Was seinen Bereich, also die Planung angehe, "werden wir uns künftig bei der Ausschreibung von Wettbewerben und der Widmung von geförderten Wohnbauten verstärkt auf die Erfüllung der wesentlichen Lebensqualitätskriterien konzentrieren". Und
dazu, so der Vizebürgermeister am Round Table, "gehört anspruchsvolle und funktionelle Architektur genauso wie eine gute Verkehrsanbindung, denn das erwarten die Bürgerinnen und Bürger". Das habe die Studie deutlich gezeigt, so Görg.

Der Wiener Vizebürgermeister weiter: "Ich gebe Professor Pininski recht, wenn er sagt, dass der Mensch unterschiedliche Gewohnheiten, Träume, Ängste und Vorlieben hat, die man versuchen soll, auch zu erfüllen". Oft werde an den Bedürfnissen der Menschen jedoch vorbeigeplant, so Görg. "Und ich denke auch, dass Professor Pininski richtig liegt, wenn er sagt, dass sich der gesellschaftliche Frust vergrößert, wenn an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigebaut wird". Mit guter Planung und anspruchsvoller Architektur, so Görg, "kann auch das Gefühl für das gemeinsame Haus mit allen sozialen Konsequenzen gefördert werden, und das wäre somit auch ein wertvoller Beitrag zur Verstärkung des Gedankens der Bürgergesellschaft".

Die diesjährigen Wiener Wohnbautage stellen das soziale Bedürfnis "Wohnen" und seinen Servicecharakter in den Mittelpunkt, so VP-Gemeinderat Georg Fuchs, der Organisator der Veranstaltung. "Durch die Vernetzung von Visionen und Erfahrungen aus der Praxis sollen innovative Ansätze für das künftige Wohnen gefunden werden." Anerkannte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft
setzen sich zwei Tage lang mit speziellen Aspekten des
Bedürfnissen des Wohnens auseinander. Darüber hinaus sind die Wiener Wohnbautage ein Forum für heimische Bauträger, Architekten aber auch private Interessenten. (Schluss) kru

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