"Kinder im Sport" - Stadt Wien verstärkt Sportangebot

Wien, (OTS) Im Rahmen der Aktion "Sport Hits for Kids" wurde das IMSB - Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung u.a. von der Stadt Wien beauftragt, eine Studie über die sportliche Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Insgesamt beteiligten sich 1.797 SchülerInnen an diesem sportmotorischen Test.

Ziele dieser Erhebung waren die Darstellung des Entwicklungsstandes wichtiger allgemeiner sportmotorischer Fähigkeiten in den einzelnen Altersstufen, die qualitative und quantitative Erfassung eventueller Stärken und Schwächen in diesen Bereichen und die Ableitung von Empfehlungen bzw. Konsequenzen für Schule, Verein und Elternhaus. Um eine möglichst hohe Effizienz zu sichern, wurden die erhobenen Daten nicht nur statistisch
(Gruppen-, Klassen-, Schulauswertungen), sondern auch individuell aufbereitet. Über diese Studie informierte am Freitag Vizebürgermeisterin Grete Laska in einem Pressegespräch.

Wie die Untersuchungen gezeigt haben, liegen die größten Schwächen eindeutig im Bereich der koordinativen Fähigkeiten, bzw. in der Ausdauer. Alle anderen getesteten motorischen Fähigkeiten waren mittelmäßig entwickelt. Herausragende Leistungen gab es überhaupt nicht.

Ursachen vielschichtig

Ein Grund dafür dürfte der heute leider weit verbreitete Bewegungsmangel sein, der sich besonders deutlich im Bereich der Koordination widerspiegelt. Die früher - auch im städtischen Bereich - durchaus bestehenden "natürlichen Infrastrukturen" (Parks, Wiesen, etc.) werden sichtlich zu wenig genutzt. Bewegung bzw. Beherrschung des eigenen Körpers wird häufig im Elternhaus nicht ausreichend gefördert. Aber auch die Reduzierung der Turnstunden in den Schulen zählt zu den Hauptursachen.

Spätfolgen durch langfristigen Bewegungsmangel

Aus gesundheitspolitischer Sicht ist die mangelhafte Ausdauerentwicklung von besonderer Bedeutung, denn Ausdauer gehört zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen zur Vermeidung von Adipositas, Stoffwechsel- aber auch Herz-Kreislauferkrankungen -Probleme die man leider auch bereits im Kindes- und Jugendalter in gehäufter Form findet. Die Ursachen dafür dürften überwiegend im mangelnden Angebot an ausdauerentwickelnden Übungen und in den nicht immer altersgemäßen bzw. trendgemäßen Übungsformen liegen. Aber auch im Rahmen der Unfallprävention ist eine gute Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten (Reaktionsfähigkeit, allgemeine Gewandtheit/Geschicklichkeit, Gleichgewicht, etc.) von großer Bedeutung. Das Unfallrisiko kann dadurch wesentlich gesenkt
werden. Die im Kindesalter geschaffenen koordinativen Grundlagen können auch im Altersgang wirkungsvoll präventiv eingesetzt werden.

Durch regelmäßige Schulung und Förderung der angesprochenen Fähigkeiten vom Vorschulalter an, könnten diese Schwächen effizient reduziert werden. Diese wichtige Aufgaben müssen einerseits von den Eltern und in weiterer Folge auch von der
Schule übernommen werden. Die Animation der Kinder und Jugendlichen, auch außerhalb der Schule eine körperlich aktive Freizeitgestaltung zu wählen, ist für Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin Grete Laska darüber hinaus eine unbedingte Notwendigkeit.

Stadt Wien setzt gezielte Maßnahmen - Neues Service ab 1. Juni

Für die Sportstadträtin war und ist die Nachwuchsförderung ebenso wie der breite Zugang zu sportlichen Aktivitäten stets
eines der wichtigsten Anliegen. So investiert die Stadt Wien auch
in diesem Jahr 2,5 Millionen Schilling in die Nachwuchsförderung.

Vizebürgermeisterin Laska legt außerdem seit Jahren ein besonderes Augenmerk darauf, allen Trends gerecht zu werden und neben den traditionellen Sportarten das Angebot stets auch den neuesten Entwicklungen anzupassen. Dabei ist auch die Meinung der Jugendlichen gefragt: Im Sommer startet daher auf sämtlichen Anlagen eine Umfrage, wo erhoben wird, ob die Jugend mit den Sportmöglichkeiten zufrieden ist, bzw. wohin sich die Trends entwickeln.

Vor vier Jahren wurde - vorerst als Pilotprojekt und nun eine der beliebtesten Sporteinrichtungen - die Messehalle 32 in eine Trendsporthalle umfunktioniert. Bis heute nutzten rund 130.000 BesucherInnen diese Einrichtung. Aufgrund der großen Nachfrage hat die Stadt Wien nun eine weitere Trendsporthalle in der Gallitzinstraße und einen Skaterpark in der Vorarlberger Allee eingerichtet. Um das Interesse der Kinder und Jugendlichen für den Sport noch zu erweitern, bietet die MA 51-Sportamt jetzt ein besonderes Service an: Ab 1. Juni wird es auf allen Jugendsportanlagen in der Zeit zwischen 15.00 und 18.00 Uhr sportpädagogische Betreuung geben. Auf diese Art wird ganz individuell auf die Bedürfnisse und Leistungsfähigkeiten der Jugendlichen eingegangen und gezielte Trainingmöglichkeiten angeboten. (Schluss) bz

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