HGPD-HausbesorgerInnen: "Wir wollen einen Neuanfang - kein Aus!"

Konkrete Konzepte für die Rettung eines Berufsstandes

Wien (HGPD/ÖGB) "Wir wollen nicht tatenlos bei der Demontage unseres Berufsstandes zusehen", erklärte Karl Ehrlich, Sektionsvorsitzender der HausbesorgerInnen in der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) heute Vormittag in einem gemeinsamen Pressegespräch mit HGPD-Vorsitzendem Rudolf Kaske, der neuen Sektionssekretärin, Brigitte Reiff und Rosa Roller, Sekretärin in der Sektion Hausbesorger, Fraktion Christlicher Gewerkschafter. "Wir wollen einen Neustart", forderte HGPD-Vorsitzender Kaske: "In einer Klausurtagung haben wir uns Perspektiven für diesen Berufsstand überlegt und werden dabei von vielen Experten unterstützt." ++++

Am 23. Mai 2000 fällt im parlamentarischen Bautenausschuss die Vorentscheidung zur Abschaffung des Hausbesorgergesetzes. Die Sektion Hausbesorger in der Gewerkschaft HGPD sieht dadurch diese Arbeitsplätze gefährdet und hat nicht nur durch Aktionismus auf diesen Umstand aufmerksam gemacht, sondern sich auch Lösungsansätze überlegt. In einer Klausurtagung haben die Spitzenfunktionäre der Sektion eine Neuorientierung des Berufsstandes diskutiert und möchten dazu einige Vorschläge präsentieren.

So soll dem Hausbesorgergesetz für neu eingestellte DienstnehmerInnen ein Hausbetreuungsgesetz mit noch auszuverhandelndem Kollektivvertrag folgen.

Dazu benötigen wir auf Arbeitgeberseite jedoch einen Kollektivvertragspartner. Es sollen wichtige Bestimmungen neu geregelt werden, wie z.B.

die Frage des Kündigungsschutzes
davon auch beeinflusst die Frage der Dienstwohnung
und die nicht unwesentliche Frage des Entgelts.

"Wir wollen auch ein neues Berufsbild schaffen", erklärte die neue Sektionssekretärin Reiff: "Mit Schulungen, die eine Hausbesorgerin oder einen Hausbesorger in die Lage versetzen, Kleinreparaturen und Ähnliches für die Mieter zu erledigen. Das taten viele zwar bisher auch schon, aber wir wollen das auf ordentliche Füße stellen. Für die Mieter brächte das eine echte Betriebskostensenkung."

Rosa Roller ergänzt: "Bei unserem Beruf geht es doch um mehr als Putzen und Reinigungsarbeit. Es geht um Wartung, Sicherheit und soziale Betreuung." Das soll entweder durch eine Novellierung des Hausbesorgergesetzes oder durch eine Neufassung in Zusammenarbeit aller Beteiligten geregelt werden.

"Wir appellieren an die Abgeordneten nochmals nachzudenken und in Sachen Hausbesorger nicht das Kind mit dem Bade auszugießen", schloss HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske.(kk)

ÖGB, 19. Mai 2000

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