"Bundesländer in Zahlen - ein statistischer Wirtschaftsvergleich"

Neuauflage aus 'Zahlen, Daten, Fakten'

Wien (PWK) - Die von der Abteilung für Statistik der Wirtschaftskammer Österreich neu aufgelegte und aktualisierte Broschüre "Bundesländer in Zahlen - ein statistischer Wirtschaftsvergleich" ist eine selektive Zusammenstellung der wichtigsten wirtschaftlichen Indikatoren und Kennzahlen und bietet auf rund 60 Seiten einen Einblick über Stand und Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Bundesländer. Der Vergleich zu Österreich erlaubt weiters auch eine Einschätzung darüber, in welcher Position sich jedes einzelne Bundesland gegenüber Österreich befindet.

Die Broschüre beinhaltet nicht nur den aktuellsten Stand des zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung verfügbaren Datenmaterials, der zum überwiegenden Teil durch das Jahr 1999 repräsentiert wird, sondern gibt auch Auskunft über die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Themenbereiche in den vergangenen Jahren.

Alle Themenbereiche wurden in Form von Tabellen und Graphiken aufbereitet und umfassen unter anderem die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Bevölkerung, Betriebe, Arbeitsmarkt um nur die wichtigsten Bereiche zu nennen. Welche Informationen die Broschüre bietet, soll im folgenden an einigen wenigen Beispielen gezeigt werden.

Bei der Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoregionalprodukt je Einwohner, weist Burgenland die höchste Dynamik auf. Der Indexwert 1997 (Österreich = 100) ist mit 64,6 zwar der niedrigste von allen Bundesländern, die Zuwachsrate zwischen 1988 und 1997 ist aber mit 63,4 Prozent am höchsten. Die Zuwachsrate in Österreich beträgt im Vergleichszeitraum 51,5 Prozent. Damit liegen auch die Werte für die Bundesländer Steiermark (60,5 Prozent), Niederösterreich (58,9 Prozent) und Kärnten (52,0 Prozent) über dem Österreichwert.

Die wirtschaftliche Dynamik Burgenlands zeigt sich auch an der Entwicklung des Anteils der Bruttowertschöpfung an Österreich. Während dieser Anteil im Jahre 1988 2,11 Prozent betrug, wuchs dieser Wert bis 1997 auf 2,21 Prozent. Im selben Zeitraum waren auch in den Bundesländern Niederösterreich (von 15,59 auf 16,35 Prozent), Salzburg (von 6,89 auf 6,94 Prozent) und der Steiermark (von 11,92 auf 12,19 Prozent) steigende Anteile zu verzeichnen.

Was die sektorale Situation betrifft, hat Niederösterreich mit einem Anteil von 3,6 Prozent den höchsten Anteil der Land- und Forstwirtschaft an der gesamten Bruttowertschöpfung, der Anteil von Österreich beträgt 1,8 Prozent. In Wien hingegen ist dieser Wert mit 0,1 Prozent am niedrigsten. Im industriellen Bereich schwanken die Werte zwischen 21,6 Prozent in Wien und 41,6 Prozent in Oberösterreich. Die höchsten Anteile sind im Dienstleistungsbereich zu verzeichnen. Dabei liegt die Bundeshauptstadt Wien mit 78,3 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Salzburg mit 71,4 Prozent und Burgenland mit 65,1 Prozent. Der Durchschnittswert bzw. Österreichwert liegt im industriellen Bereich bei 31,9 Prozent und im Dienstleistungsbereich bei 66,3 Prozent.

Mit einem Beschäftigtenanteil von 16,6 Prozent und einer zwischen 1990 und 1999 registrierten Zunahme von 53.484 unselbständig Beschäftigten weist Niederösterreich eine vergleichsweise hohe Dynamik am Arbeitsmarkt auf. In Wien konnten im gleichen Zeitraum und mit einem Beschäftigtenanteil von 24,9 Prozent 11.445 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In Vorarlberg wurden gegenüber 1990 zwar nur 6.074 neue Arbeitskräfte eingestellt, allerdings wurde hier auch am meisten bei den Beamten eingespart. Gegenüber 1998 sank in Vorarlberg die Anzahl der Beamten um minus 2,1 Prozent, während sie in Oberösterreich mit einem plus von einem Prozent zunahm.

Bei der Arbeitslosigkeit steht Österreich mit 4,8 Prozent gegenüber der Europäischen Union mit 10,1 Prozent sehr gut da. Oberösterreich ist dabei jene Region mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit, die Quote beträgt dort 3,2 Prozent. Die Bundeshauptstadt Wien hat mit 6,8 Prozent zwar die höchste regionale Arbeitslosigkeit, ist aber gegenüber jener in der Europäischen Union vergleichsweise gering. Noch breiter ist die Streuung der Werte bei der Jugendarbeitslosigkeit. Sie reicht von 4,6 Prozent in Niederösterreich bis 9,6 Prozent in Kärnten. In der Europäischen Union beträgt die Jugendarbeitslosigkeit mehr als das doppelte der Quote von Kärnten, nämlich 19,4 Prozent.

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