• 18.05.2000, 15:20:14
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  • OTS0327

ARBÖ: 81,8 prozentige Mautvignettenerhöhung belastet die privaten Kraftfahrer

Der unternehmerische Schwerverkehr erhält von der Regierung ein Steuer-Schonungsprogramm

Wien (ARBÖ) - Die neuen Tarife für die Pkw-Maut werden um 81,8
Prozent von ATS 550 auf ATS 1000 erhöht. Diesbezüglich kennt die
Regierung kein Erbarmen, kritisiert der ARBÖ.

Nun kommt aber zu Tage was ÖVP und FPÖ für die Frächter-Lobby
planen. Die bisherige Jahresvignette für Lkw zwischen 7,5 und 12 t
soll von ATS 12.000 auf ATS 10.000 gesenkt werden! Kleinere Lkw
zahlen dann auch ATS 10.000. Busse werden nur von ATS 6.000,-- auf
ATS 8.000,--pro Jahr erhöht. Davon holen sich Frächter und
Busunternehmer die Mehrwertsteuer zurück und die Autofahrer werden
zur Kasse gebeten, so der ARBÖ.

Nach Meinung des ARBÖ ist dies alles ist ein Steuer-Schonungs-
Programm für den unternehmerischen Schwerverkehr. Mehr denn je
werden Autobahnen und Schnellstraßen durch die hohen Achslasten
belastet. Die Schwerst-Brummer über 12 t bis 40 t aufwärts zahlen
seit Jahren weniger als zuvor an Steuern und Abgaben. Von einer
Mautvignette gar keine Rede.

Bereits im Jahre 1997 reduzierte sich infolge EU-Konformität
die Summe aus Straßenbenützungsabgabe und Kfz-Steuer für
inländische Lkw je nach Tonnage um bis zu 45 Prozent. Unter dem
Deckmantel von Wegekosten-Richtlinien der EU erstickt unser Land
im Schwerverkehr. Güter werden mit Profit zu Billigkosten in
Europa hin- und hertransportiert. Der private Pkw-Fahrer zahlt
schon heute die Zeche, die neue Regierung öffnet die Schere der
Quersubventionierung noch einmal ganz gewaltig, so der ARBÖ.

Daher fordert der ARBÖ Schluss mit der Quersubventionierung:
* Keine einseitige Belastung der Pkw-Fahrer, ein "Stopp dem
Abkassieren".
* Der unternehmerische Schwerverkehr muss zur Finanzierung der
Infrastruktur mehr als bisher beitragen.
* Keine weitere Verzögerung bei Einführung der Lkw-Maut, der 1.
Juli 2002 gilt.
* Daher sofortige Erhöhung der Kfz-Steuer für den
unternehmerischen Schwerverkehr über 12t
* Erhöhung der Mautvignetten für Lkw bis 12t

Rückfragehinweis: ARBÖ Presse

Tel.: (01) 89121-244
e-mail: presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

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