Graf für vermehrte Förderung Erneuerbarer Energien

Scharfe Kritik an WK-Energieexperten Mayer

Wien, 2000-05-17 (fpd) - Der freiheitliche Bereichssprecher für Erneuerbare Energien Abg. Ing. Herbert Graf übte heute scharfe Kritik an der Forderung des Energieexperten der Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ) Johannes Mayer, wonach "sieben Prozent Ökostrom genug seien". ****

Mayer habe offenbar die Problematik nicht verstanden, so Graf, der weiter meinte: "Wir brauchen nur einen Blick nach Deutschland zu machen, wo die Märkte im Bereich der Erneuerbaren Energien derzeit explodieren. Wenn wir hier unser Licht unter den Scheffel stellen und nicht mitziehen, indem wir massiv investieren, wird sich weder ein österreichischer Markt ausbilden noch behaupten können."

"Mit der von der Regierung in Angriff genommenen Stromliberalisierung, die mit 1.10.2001 voll greifen wird, ist mit einer geschätzten Verbilligung von ca. 40g/kWh zu rechnen", führte Graf weiter aus. "Wenn wir heute bereits jede verursachte Tonne CO2 Ausstoß je nach Maßnahme 1.500 - 4.000 S teuer bezahlen müssen, ist es nur logisch und zwingend, hier auch die Verursacher dementsprechend zu beteiligen. Denn es kann nicht sein, daß wir konventionelle Energieträger zum Nachteil der Erneuerbaren Energien fördern und zusätzlich noch einmal für die CO2 Einsparungen bezahlen müssen. Hier wird es mit Sicherheit eine Querfinanzierung zugunsten der Erneuerbaren Energien geben", zeigte sich Graf überzeugt.

Hinsichtlich der Forderung, die Marktöffnung vorzuziehen, mahnte Graf zur Besonnenheit. Der Termin 1.10.2001 sei der frühestmögliche Zeitpunkt für die Marktöffnung, der ohnehin erst durch die Bundesregierung ermöglicht werde. Hier seien konkrete Modelle bereits in der Testphase, so Graf. "Hier muß man gut vorbereitet zu sein, denn eine verfrühte Implementierung ginge zu Lasten aller, wenn nicht garantiert werden kann, daß das effizienteste System zur Anwendung gelangt."

Appell an Opposition, sich an Umweltprogramm zu beteiligen =

In seinem Beitrag im Zuge der Budgetdebatte im Plenum apellierte Graf an die Opposition, sich am ambitionierten Umweltprogramm der Bundesregierung zu beteiligen und lud sie zur konstruktiven Mitarbeit ein. "Springen Sie über den Schatten Ihrer bisherigen Totalopposition und beteiligen Sie sich konstruktiv an einer gemeinsamen, besseren Zukunft für unsere Umwelt."

In diesem Zusammenhang verwies Graf auf den - trotz der Budgetknappheit- durchgesetzten Zusagenrahmen für betriebliche Umweltförderung von 475 Mio. Schilling und die Ökologisierung der Wohnbauförderung, die ein zusätzliches Investitionsanreizvolumen von 1,5 bis 2 Mrd. Schilling vorsehe.

Von seiten der Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt äußerte sich Graf sehr zufrieden: "Hier liegen uns sehr ambitionierte und ernstzunehmende Vorschläge vor, die für die Schaffung des ‚Wirtschaftsfaktors Erneuerbare Energien‘ sehr gute Bedingungen ermöglichen."

Auch den Vorwurf der sozialistischen Abg. Mag. Ulrike Sima, "der Landwirtschaftsminister gewinnt immer", sieht Graf nicht bestätigt:
"Im Gegenteil, hier hat der Minister meine volle Unterstützung, denn es gibt sehr gute Ansätze, die ihn in meinem Vertrauen bestätigen. Allerdings muß man diese ‚Ambivalenz‘ im Auge behalten." (Schluß)

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