Die öst. Zahlungsbilanz in den Monaten Jänner bis März 2000

Wien (OTS) - Im März 2000 wies die Leistungsbilanz auf Cash-Basis ein Defizit von 0,19 Mrd Euro (2,7 Mrd S) auf, gegenüber 0,10 Mrd Euro (1,3 Mrd S) im März des Vorjahres.

Für Jänner bis März 2000 zeigte die Leistungsbilanz mit 0,70 Mrd Euro (9,6 Mrd S) ein etwas höheres Defizit als im Vorjahresvergleichszeitraum (0,66 Mrd Euro).

Die Ausweitung des Defizits der Warenzahlungen konnte durch Saldenverbesserungen bei allen anderen Teilbilanzen weitgehend, aber nicht zur Gänze kompensiert werden.

Das Defizit der Warenzahlungen vergrößerte sich im Vorjahresvergleich um 0,71 Mrd Euro auf 2,29 Mrd Euro, wobei die Importzahlungen mit 19 Prozent etwas stärker stiegen als die Exporterlöse mit 16 Prozent. Die hohen Zuwachsraten sind teilweise das Resultat von Basiseffekten im Zusammenhang mit der Euro - Einführung 1999, die zumindest für die Monate Jänner und Februar anzunehmen sind.

Der Überschuss der Dienstleistungen erhöhte sich um 0,33 Mrd Euro, was vor allem auf die Zunahme des Aktivums der Position Reiseverkehr sowie Technische, wissenschaftliche, wirtschaftliche Beratung um jeweils 0,12 Mrd Euro zurückzuführen ist.

Der negative Saldo der Einkommen sowie der Laufenden Transfers verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode Jänner bis März 1999 um jeweils rd. 0,17 Mrd Euro.

Die Kapitalbilanz der Monate Jänner bis März schloss mit einem Nettokapitalimport von 0,52 Mrd Euro (rd. 7 Mrd S).

Im Gegensatz zur Vorjahresperiode, als sich im Bereich der Portfolioinvestitionen Nettokapitalexporte von 0,77 Mrd Euro ergaben, zeigten die ersten drei Monate 2000 einen Nettokapitalimport von 1,02 Mrd Euro. Dies erklärt sich aus einem verstärkten Engagement von ausländischen Investoren in österreichische Wertpapiere: Ausländische Anleger investierten in der Berichtsperiode netto 10,04 Mrd Euro in österreichische Titel, österreichische Anleger erwarben ausländische Wertpapiere im Ausmaß von 9,02 Mrd Euro, davon Anteilspapiere in Höhe von 3,15 Mrd Euro und ausländische festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 5,87 Mrd Euro.

Die Sonstigen Investitionen schlossen mit einem Kapitalexport von 0,98 Mrd Euro.

Die offiziellen Währungsreserven blieben in der Berichtsperiode transaktionsbedingt nahezu unverändert, während sie in der Vergleichsperiode 1999 im Wesentlichen durch die Übertragung von Währungsreserven an die EZB abgenommen hatten.

(Seit Beginn des Jahres 1999 werden die Daten der österreichischen Zahlungsbilanzstatistik in Pressemeldungen in der Währungseinheit Euro veröffentlicht. In der OeNB Publikation Statistische Monatshefte werden die Daten sowohl in Euro als auch in ATS dargestellt.)

ZAHLUNGSBILANZDATEN für März Jänner bis März

2000 1999 2000
in Mrd Euro

Leistungsbilanz................... -0,10 -0,19 -0,66
-0,70

Warenzahlungen.................... -0,60 -0,88 -1,58
-2,29

Eingänge....................... 5,60 6,18 14,35
16,67

Ausgänge....................... 6,19 7,06 15,92
18,96
Dienstleistungen.................. 0,51 0,68 1,96
2,29

Eingänge....................... 2,04 2,19 5,87
6,44

Ausgänge....................... 1,53 1,51 3,91
4,15

Hievon: Reiseverkehr............ 0,35 0,49 1,59
1,71

Eingänge....................... 1,05 1,16 3,19
3,48

Ausgänge....................... 0,70 0,67 1,60
1,77
Einkommen......................... 0,12 0,13 -0,57
-0,39

Eingänge....................... 0,84 1,05 2,06
2,71

Ausgänge....................... 0,72 0,92 2,62
3,10
Laufende Transfers................ -0,12 -0,12 -0,48
-0,31

Eingänge....................... 0,15 0,19 0,78
0,84

Ausgänge....................... 0,27 0,31 1,26
1,15

Vermögensübertragungen............ -0,02 0,02 -0,06
-0,02

Kapitalbilanz..................... 0,53 -0,58 0,82
0,52

Direktinvestitionen............ -0,21 0,24 -0,23
0,21

Portfolioinvestitionen......... -0,98 -1,31 -0,77
1,02

Sonstige Investitionen......... 1,56 0,41 0,13
-0,98

Finanzderivate................. 0,09 0,08 -0,07
0,28

Offizielle Währungsreserven.... 0,07 0,01 1,75
-0,01

(Zunahme:-; Abnahme:+)

Statistische Differenz............ -0,42 0,76 -0,09
0,20

Rundungen können Rechnungsdifferenzen ergeben

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