Grasser in NEWS: "Kann Steuererhöhungen nicht mehr ausschließen" - Geheimplan im Finanzministerium:

Wien (OTS) - 1. Mehrwertsteuer auf 22 % erhöhen,
2. Weihnachts- und Urlaubsgeld mit 10 Prozent besteuern VORAUSMELDUNG NEWS 20/00 v. 18.5.00 =

In einem Interview mit der morgen erscheinenden neuen
Ausgabe von NEWS schließ Finanzminister Karl-Heinz Grasser eine Steuererhöhung zur Sanierung des kommenden Budgets 2001 erstmals nicht mehr aus: "Jeder Finanzminister hat seinen Beruf verfehlt, wenn er das ausschließt. Jetzt machen wir einmal Kassasturz im engsten Kreis."

Generell übt Grasser scharfe Kritik an der "Schlußlichtrolle" Österreichs innerhalb Europas: "Wir sind hinter Spanien, Portugal und Griechenland bei den Schulden das absolute Schlußlicht Europas. Österreich muß diese rote Laterne abgeben."

NEWS liegt bereits eine erste interne Berechnung aus dem Finanzministerium zur Sanierung des Budgets 2001 vor, das eine Reihe von politischen Bomben enthält, um das 2001 auf 120 Milliarden Schilling explodierende Defizit um 70 Milliarden auf die EU-konformen 50 Milliarden zu drücken

- "Anhebung des bisherigen "begünstigten" Steuersatzes beim 13.und 14. Monatsgehalt von sechs auf bis zu zehn Prozent."

- "Generelle Anhebung der Mehrwertsteuer von derzeit 20 auf bis zu 22 Prozent."

- "Abschaffung des Vorsteuerabzuges in den Betrieben und ausschließliche Einhebung der Umsatzsteuer beim Endverbraucher."

Auch bei den Pensionen, so der NEWS vorliegende Geheimplan aus dem Finanzministerium, müssen 2001 noch einmal "fünf bis sechs Milliarden bei den Pensionen im öffentlichen Dienst und bei der ÖBB" und "fünf bis sechs Milliarden beim Zuschuss des Bundes zu den ASVG-Pensionen eingespart werden".

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