AK: Getränkesteuer-Ersatz "schlechteste Lösung" für die Konsumenten

Wien (OTS) - Als "schlechteste Lösung für die Konsumenten" kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel die Getränkesteuer-Ersatzregelungen von Finanzminister Grasser. Gasthaus-Essen, Kaffee, Tee werden teurer, und auch die Bier- und Alkoholpreise werden steigen. AK-Untersuchungen nach der Getränkesteuer-Aufhebung ergaben: Die Gastwirte haben die Steuersenkung selbst eingesteckt. Durch die Getränkesteuer-Ersatzlösung zahlen die Konsumenten in der Gastronomie daher doppelt drauf. 1,5 Milliarden Schilling pro Jahr weniger in den Gemeindebudgets bedeutet einen verstärkten Druck für Investitionen und Beschäftigung, so Tumpel. ****

Unakzeptabel
Die Konsumenten zahlen doppelt drauf, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel. Gasthaus-Essen, Kaffee und Tee werden teurer. Im Handel sind die Preise zwar gesenkt worden, es werden aber die Bier- und Alkoholsteuer angehoben und auch die Preise für Kaffee und Tee werden steigen.

Für Tumpel ist daher die Getränkesteuer-Ersatzregelungen unakzeptabel. Auch die Gemeindebudgets werden künftig um 1,5 Milliarden weniger erhalten als bisher. Dieser Verlust kostest Arbeitsplätze und erschwert notwendige Investitionen, kritisiert Tumpel.

Handel verbilligte - Wirte nicht
Durch die vom Europäischen Gerichtshof aufgehobene Getränkesteuer Anfang März hätten Handel und Gastronomie die Preise senken müssen. Die AK-Konsumentenschützer haben daraufhin die Getränkepreise in Wiener Gasthäusern und Supermärkten vor und nach der Getränkesteuer-Aufhebung erhoben (10. bis 17. März; 16. März bis 5. April).
Das Ergebnis: Nur der Handel hat die Steuersenkungen mehr oder weniger weitergegeben, die Wirte nicht.

Die AK-Überprüfung in 37 Wirtshäusern zeigt: Lediglich drei Gasthäuser haben das Krügerl und das Seidel Bier um bis zu drei Schilling gesenkt. 34 Wirte haben keine Preissenkungen weitergegeben, sondern haben diese "selbst geschluckt".

Die Preiserhebung bei den alkoholischen Getränken in 11 Wiener Supermärkten zeigt: Der Handel ist mit den Preisen um bis zu 10 Prozent runtergegangen.
So ist eine Flasche Sekt in den Supermärkten um bis zu 21 Schilling billiger geworden. Eine 0,5 Liter Flasche bzw Dose Bier können Konsumenten jetzt um bis zu 4,40 Schilling billiger bekommen. Und ein Flasche Weinbrand ist um bis zu 20 Schilling günstiger geworden.

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