10 Jahre neue Wiener Verkehrsleitzentrale

Mehr als 1.000 Ampelanlagen angeschlossen

Wien, (OTS) Die neue Wiener Verkehrsleitzentrale wurde am 10. Mai 1990 ihrer Bestimmung übergeben: Das 10-Jahres-Jubiläum nahmen Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek und Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl am Mittwoch Vormittag zum Anlass für einen Besuch dieser für das Wiener Verkehrsgeschehen an erster Stelle stehenden Einrichtung der Wiener Verkehrspolizei, die sich in der Rossauer Kaserne befindet.

Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek richtete einen dringlichen Appell an die Verkehrsteilnehmer: Es sei mit der laufenden Errichtung neuer Ampelanlagen nicht getan, wesentlich seien vor allem mehr gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer und ein möglichst korrektes Einhalten der Verkehrsvorschriften. Nur so könne das Zusammenleben aller Menschen, die sich in der Stadt weiterbewegten, möglichst reibungslos bewältigt werden.

Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl wies auf die weitere Steigerung des Autoverkehrs in den letzten 10 Jahren hin und
betonte das ständige Bemühen der Wiener Polizei, mit den Entwicklungen im Verkehrsgeschehen Schritt zu halten und stets auf dem letzten technischen Stand zu sein, auch was die
Verkehrsregelung und -überwachung betreffe.

Ein kurzer historischer Rückblick: Bereits am 4. Juni 1926 wurde
in Wien eine beleuchtete Verkehrslichtsignalanlage (Ampel) auf der Opernkreuzung installiert. Das laufende Ansteigen der
Motorisierung und damit des Straßenverkehrs nach dem 2. Weltkrieg machte komplizierte und entsprechend technisch verfeinerte Formen der Verkehrsregelung erforderlich. Deshalb wurde im Jahr 1962 in
der Rossauer Kaserne eine eigene "Verkehrsleitzentrale" eingerichtet, an die in der ersten Ausbaustufe 10 Ampelanlagen im Bereich des Schottentores angeschlossen wurden. Gleichzeitig
wurden auch drei Kameras zur Verkehrsbeobachtung in Betrieb genommen. Im Jahr 1970 waren von den damals in Wien bestehenden
448 Ampelanlagen bereits 130 an die Verkehrsleitzentrale angeschlossen. Schließlich wurde am 10. Mai 1990 - unter Verkehrsstadtrat Johann Hatzl und Polizeipräsident Dr. Günther Bögl - die Verkehrsleitzentrale in der heutigen Form in Betrieb genommen.

Von den insgesamt 1.067 Lichtsignalanlagen im Wiener Straßennetz sind mittlerweile 1.025 über ein rund 90 Kilometer langes Kabelnetz an die Verkehrsleitzentrale angeschlossen, in der im Rahmen eines Turnusdienstes 50 Beamte der
Bundespolizeidirektion Wien rund um die Uhr Dienst machen. Was den technischen Aufbau betrifft, erfolgt die Verkehrssteuerung in "teilzentraler Form". Das bedeutet, dass die zentrale Intelligenz von drei Verkehrsrechnern in der Wiener Verkehrsleitzentrale mit vollelektronischen Signalsteuergeräten an den Kreuzungspunkten zusammenspielt. Was das technische Know-how und die darauf basierende praktische Umsetzung betrifft, besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Wiener Polizei und der Stadt Wien (MA
46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten).

Die Hauptaufgaben der zentralen Verkehrsregelung bestehen vor allem in folgenden Punkten:

o Erfassung der Betriebszustände der einzelnen angeschlossenen

Anlagen.
o Überprüfung von Koordinierungen (grüne Wellen) benachbarter

Lichtsignalanlagen.
o Verkehrsbeobachtung mittels Fernsehbeobachtungsstellen.
o Koordinierung von Einsätzen der Verkehrspolizei.
o Funkleitstelle der Verkehrsabteilung der Bundespolizeidirektion

wen.
o Erfassung spezieller Anlagen, wie z.B. die Autobahntunnel

Kaisermühlen und Laaer Berg.
(Schluss) pz/bs

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