Privatisierung gefährdet österreichische Tabakindustrie

Auch 500 Zulieferbetriebe betroffen

Wien (ANG/ÖGB) - "Bei einer Totalprivatisierung der Austria
Tabak sind alle 13 Standorte gefährdet", warnt der Sekretär für den Bereich Tabak in der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuß (ANG) , Manfred Felix, vor den Folgen der Ausverkaufspolitik der Bundesregierung.++++

So hätte bereits die Beteiligung von mehr als 15 Prozent eines Multis aus der Tabakbranche an der Austria Tabak die sofortige Auflösung der Lizenzverträge zur Folge. Gefährdet wäre auch die Lohnfertigung anderer Marken in Österreich. Felix: "Dadurch sind praktisch alle drei Produktionsstandorte von einer Schließung bedroht."

Dazu kommen noch die Auswirkungen auf die Großhandelslager. So betreibt der Großhändler Tobaccoland acht Lager in Österreich. Bei einer Beteiligung eines Multis an der Austria Tabak - dem Eigentümer von Tobaccoland - würde die Neutralität gegenüber allen anderen Produzenten wegfallen. Damit wäre auch die Existenz von Tobaccoland gefährdet.

Gefährdet wären auch, so Felix, die Arbeitsplätze bei rund 500 Zulieferbetriebe. Das sind vor allem Klein- und Mittelbetriebe. Felix: "Direkt betroffen wären auch die mehr als 9.000 österreichischen Trafikanten, da die Multis das Einzelhandelsmonopol abgeschafft haben wollen. Besonders existenzgefährdent wäre dies für die mehr als 3.500 Trafikanten, welche derzeit per Gesetz aufgrund ihrer Behinderung oder sozialen Bedürftigkeit eine sichere Arbeitsstelle haben".(ff)

ÖGB, 17. Mai 2000 Nr. 373

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