Umweltanwaltschaft gegen Pferde-Exkremententaschen

Negative Stellungnahme der Wiener Umweltanwaltschaft zu Wiener Fiaker- und Mietwagengesetz

Wien, (OTS) Derzeit befinden sich ein Entwurf eines Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes sowie die entsprechende Verordnung "Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen" in Begutachtung. Die Wiener Umweltanwaltschaft lehnt in ihren Stellungnahmen dazu die
zwingende Verwendung von Exkremententaschen als tierschutzwidrig
ab und weist auf die absolute Priorität des Tierwohls hin.****

Im Gesetzesentwurf wird die "Ausstattung der Pferde mit Exkremententaschen" verpflichtend vorgesehen, um "Missstände auf Grund von Verunreinigungen der Straßen durch feste Ausscheidungen der Zugtiere zu verhindern." Dies, so die Umweltanwaltschaft,
obwohl selbst in den Erläuterungen zum Verordnungsentwurf ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass "die bis jetzt
bekannten Modelle von den tierärztlichen Amtssachverständigen als nicht tiergerecht qualifiziert wurden". Die Wiener Umweltanwaltschaft hat sich in ihrer Stellungnahme zu den beiden Entwürfen (Gesetz und Verordnung) vehement gegen die zwingende Vorschreibung derartiger Exkremententaschen ausgesprochen, da
"diese unserer Erfahrung nach die Pferde behindern (z.B. Notwendigkeit, den Schweif zu fixieren, was den Grundsätzen des Tierschutzes absolut entgegensteht) und daher nicht tiergerecht sind. Ausdrücklich haben wir darauf hingewiesen, dass - trotz sonstiger Intentionen - dem Wohl der Tiere jedenfalls absolute Priorität in den geplanten Rechtsnormen zuzukommen hat!"

Die Umweltanwaltschaft stimmt auch gänzlich mit der Ansicht des wissenschaftlichen Beirates des Blauen Kreises überein, der in seiner Stellungnahme Folgendes ausführt: "Es erscheint als pervertierte Entwicklung in der Gesellschaft, dass Abgase
tausender Autos wie z.B. am Ring toleriert werden(....) und andererseits Exkremente von Fiakerpferden Anstoß erregen. Man sollte eigentlich dieser Tier- und Naturentfremdung eher entgegenwirken."

Die Stellungnahmen der Wiener Umweltanwaltschaft und des
Blauen Kreises können unter Telefonnummer 01/37979/88988 angefordert werden. (Schluss) wua

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