Gebert: Wirtschaftskammer gegen verstärkten Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer

"Hire and fire" - Wirtschaftskammer betreibt Wirtschaftsliberalismus mit dem sozialen Holzhammer

St. Pölten, (SPI) - "Massive Kritik an der Doppelbödigkeit der Wirtschaftskammer in Sachen verstärkten Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", äußert Niederösterreichs SP-LAbg. Richard Gebert. "Es ist eine Tatsache, dass Unternehmen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund um das 50. Lebensjahr verstärkt kündigen. Meistens wird dies aus der Sicht der teureren Arbeitskosten gerechtfertigt, was schlußendlich die bloße Orientierung der Betriebe nach billigen Arbeitskräften untermauert. Ein verstärkter Kündigungsschutz bedeutet, dass ein Unternehmen bei einer unbegründeten Kündigung eines 50-jährigen mit einem Malus-System bestraft wird, im Falle der Anstellung eines älteren Arbeitsuchenden gibt es einen finanziellen Bonus", umschreibt Gebert die Zielsetzung.****

Wirtschaftskammer-Generalsekretär Günter Stummvoll meldete sich nun im Rahmen der Diskussion mit einem entlarvenden Statement zu Wort. Stummvoll: "Dann kündigt man eben mit 49 Jahren." "Was bedarf es mehr des Beweises, dass die ÖVP-dominierte Wirtschaftskammer gar nicht an einer Verbesserung der Arbeitsmarktsituation für ältere Arbeitnehmer bzw. Arbeitsuchende interessiert ist. Der ÖVP geht es offensichtlich nur um die Gewinnmaximierung und ein möglichst unternehmerfreundliches Umfeld, um nach der Art des amerikanischen Musters "Hire and fire" mit den Beschäftigten nach ihrem Gutdünken verfahren zu können. Von der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung hat sich die Wirtschaftskammer damit endgültig verabschiedet. Hier soll der Boden für einen arbeitnehmerfeindlichen Wirtschaftsliberalismus Marke "Thatcher" aufbereitet werden", so LAbg. Gebert.
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