WirtschaftsBlatt über junge High-Tech-Firmen: Österreich erlebt einen einmaligen Gründer-Boom (von Elisabeth Schinnerl)

Ausgabe vom 17.5.2000

Wien (OTS) - Das österreichische Börsewunder ist endlich da. Noch nie zuvor war die Going Public-Datenbank unter www.wirtschaftsblatt.at/ifinance so randvoll wie jetzt. Noch nie zuvor haben so viele potenzielle Börsekandidaten auch tatsächlich den Schritt auf das glatte Börseparkett gewagt wie in den vergangenen zwölf Monaten. Insgesamt haben 14 Österreicher ihre Aktien einem breiten Anlegerpublikum angeboten. Und nicht nur an der Wiener Börse haben sich die Neuzugänge - wie die Beispiele CyberTron und Libro eindrucksvoll beweisen - zu wahren High Flyern entwickelt. Auch am Neuen Markt in Frankfurt zählen die jungen High Tech-Unternehmen aus Österreich zu den Top-Performern. Dabei ist den neuen Shootingstars aus der Alpenrepublik eines gemeinsam: Sie haben sich überaus professionell auf ihren Kapitalmarkt-Auftritt vorbereitet. Die meisten aber nicht allein: Venture-Capital-Geber haben im Vorfeld des Börsegangs sowohl Kapital als auch Know-how in die Unternehmen eingebracht. Das österreichische Börse-Wunder hat also einen Namen und viele verschiedene Väter in Form privater und institutioneller Investoren, die bereit sind, das Risiko eines Jungunternehmers oft schon vom Start weg mitzutragen. Neben gestandenen Kapitalmarktprofis aus den Vorstandsetagen börsenotierter Unternehmen, die ihr Privatvermögen immer öfter in junge Talente investieren, kann sich heute kaum mehr eine österreichische Bank erlauben, ohne Venture Capital-Tochter dazustehen. Und obwohl diese Form des Risiko-Sharings hierzulande noch keine allzu lange Tradition hat, warten in den verschiedenen Töpfen bereits viele Milliarden Schilling auf junge Talente aus der New Economy. Jüngstes Beispiel: Die Wiener Global Equity Partners, eine 25-Prozent-Tochter der Meinl Bank, hat ihren neuen ETV-Fonds mit insgesamt 1,4 Milliarden Schilling ausgestattet. Was aber wirklich überrascht, ist die Tatsache, dass der österreichische Venture-Boom bisher ganz ohne staatliche/politische Unterstützung ausgekommen ist. Weder Rot/Schwarz noch Blau/Schwarz haben das Arbeitsplatzpotential, das junge High Tech-Unternehmen bieten, als Chance erkannt. Dabei kommt man bei einer seriösen Arbeitsplatzdebatte kaum an den jungen Wachstumsmotoren vorbei. (Schluss) es

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