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Anlehre hat sich bewährt Mehr als die Hälfte der Jugendlichen schafft vorzeitig den Umstieg in eine Voll-Lehre

Bregenz (VLK) - Das seit drei Jahren in Vorarlberg
praktizierte Modell der Anlehre als Chance für Jugendliche
mit persönlichen Vermittlungshindernissen hat sich bewährt.
Das betonten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und
Landesrätin Eva Maria Waibel heute, Dienstag, im Pressefoyer.
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Die hohe Zahl jener Jugendlicher, die den Umstieg in eine Voll-Lehre schaffen, ist für Landeshauptmann Sausgruber ein
"sehr schöner Erfolg". So sind von 60 Jugendlichen, die im Schuljahr 1998/99 am Projekt Anlehre teilnahmen, mehr als 30
nach dem ersten Ausbildungsjahr in ein normales
Lehrverhältnis gewechselt, etwa 15 machen das zweite Jahr
Anlehre und nur einige wenige sind ausgeschieden. Im
laufenden Schuljahr sind es rund 40 Jugendliche, die eine
Anlehre machen. Alle Berufsschulen des Landes sind am Projekt beteiligt.

Die Anlehre ist ein Angebot für Jugendliche, die keinen Hauptschulabschluss haben, aus der Sonderschule kommen oder
die in mehr als einem Gegenstand in der Hauptschule oder der Polytechnischen Schule in der 3. Leistungsgruppe eingestuft
sind bzw. für Lehrlinge, die sowohl im Betrieb als auch in
der Berufsschule den Mindesterfolg deutlich verfehlen. Laut Landesrätin Waibel geht es darum, "unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit einen möglichst hohen Bildungsstand zu erreichen und die
Beschäftigungsmöglichkeiten zu optimieren". Die Anlehre
dauert zwei Jahre, in denen den Jugendlichen die Kenntnisse
des ersten Lehrjahres und der Lehrstoff der ersten
Berufsschulklasse vermittelt werden. Bei entsprechendem
Erfolg besteht die Möglichkeit, während oder nach der Anlehre
in eine facheinschlägige Normlehre umzusteigen.

Finanziert wird das Modell vom Arbeitsmarktservice und vom
Land Vorarlberg. Während das AMS die Ausbildungsentschädigung trägt, übernimmt das Land die Kosten für die Lehrer, die -zusätzlich zu ihrer normalen Lehrverpflichtung - die
Anlehrlinge an den Berufsschulen unterrichten. Von Oktober
1997 bis einschließlich März 2000 betrugen die Aufwendungen
des Landes 3,7 Millionen Schilling (269.000 Euro).
(gw,nvl)

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