AK: Technologiepolitik der Regierung kontraproduktiv

Wien (AK) - Weniger statt mehr ist offenbar das Forschungs- und Technologiekonzept der Bundesregierung, kritisiert die AK: Zwar wird im Regierungsprogramm von einer Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsquote auf 2,5 Prozent des BIP gesprochen, die bisher gesetzten Maßnahmen laufen aber auf das Gegenteil hinaus. "Die Chancen werden verschlafen, Budgets werden gekürzt, Planung wird abgebaut, die Kompetenzen werden zersplittert" kritisiert AK-Wirtschaftsbereichsleiter Werner Muhm. Konkret kritisiert Muhm die kontraproduktive Zersplitterung der Kompetenzen auf drei Ministerien, die Kürzungen des Investitionsbudgets der Universitäten, die Auflösung des Innovations- und Technologiekuratoriums und das Fehlen von Finanzierungs- und Technologiekonzepten. ****

Außer dem Versprechen einer höheren Forschungs- und Entwicklungsquote hat die Regierung bisher nichts getan, als Vorhandenes zu zerstören, kritisiert Muhm:
+ Die technologiepolitischen Kompetenzen wurden auf mindestens drei Ministerien aufgesplittert.
+ Es fehlt ein Finanzierungskonzept, wie die Erhöhung der Forschungsquote zustande kommen soll.
+ Im vorliegenden Budget ist keine einzige neue Initiative zur Forschung und Entwicklung gesetzt, die Bundesmittel werden nominell sogar gesenkt.
+ Es gibt keine Initiative, um zu einem Technologiekonzept zu kommen. + Im Gegenteil: Das Kuratorium des Innovations- und Technologiefonds wurde abgeschafft - damit wurde das wichtigste Gremium für Planung und Schwerpunktsetzungen, an dem die Sozialpartner mitgewirkt haben, beseitigt.

Es ist ein Fehler, so Muhm, wenn die Regierung glaubt, in Zukunft Forschungs- und Technologiepolitik ohne die Sozialpartner machen zu können. Für das längerfristige Wirtschaftswachstum, für die Entwicklung von Beschäftigung und Einkommen und die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft ist es notwendig, dass in einen Ausbau der Forschung und Technologiepoliitk alle gesellschaftlichen Kräfte eingebunden sind. Muhm fordert die Konzentration der Kompetenzen, die Einbindung der Sozialpartner, eine stärkere Zusammenarbeit aller Bereiche und ein konkretes Technologie-und Finanzierungskonzept.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse Wolfgang Mitterlehner
Tel.: (01)501 65-2631

AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW