Gewerbeverein: Zivildienst-Kürzung: absolut notwendig!

Wien (OTS) - Für die Trägerverbände der Zivis steht nun ein behaglicher Status quo auf dem Spiel. Es gab einmal auch Zeiten ohne Zivildiener und trotzdem stürzte unser Sozialsystem deswegen nicht zusammen. Und neuerdings stellt man sogar im rot-grünen Deutschland die Notwendigkeit des Zivildienstes in Frage - wie auch im Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV). Seine Existenz leitet der Zivildienst alleine aus der Wehrpflicht ab. Wer also für den Zivildienst trommelt, macht Lobbyismus für das Bundesheer - paradox aber real. Zielstrebig wurde in der Vergangenheit der Zivildienst aufgeblasen - in Polizei-Wachzimmern saßen sogar Zivis. Aus dem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung wurde ein Instrument zur Verschleierung der Defizite des Sozialstaates bis hin zur allgemeinen öffentlichen Hand und zum Stadtgartenamt. Noch 1998 (da bauten wir schon fette Mega-Budget-Defizite) stieg die Zahl der anerkannten Zivildiensteinrichtungen von 717 auf 775. Der ÖGV wirft der Politik der vergangenen Jahren vor, dass durch die Ausweitung des Zivildienstes neben den genannten Nachteilen, die Professionalisierung der Pflegetätigkeiten - aus arbeitsmarktpolitischen und demografischen Gründen längst überfällig - verhindert wurde. Die Zukunft des Zivildienstes ist die Frage der Zukunft des österreichischen Bundesheeres: Wird dieses ein Berufsheer, dann wird man sich neue Formen eines geschlechtsneutralen Dienstes für die Gesellschaft einfallen lassen müssen. Hier ist die Politik gefordert. Dass es erstmals in Österreich erstmals dazu kam, über Grundsätze zum Zivildienst nachzudenken, verdankt man dem Innenminister.

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