Bartenstein lobt Arbeit der WKÖ-Außenwirtschaftsorganisation

Synergien mit Österreich-Werbung sollen forciert werden -EU-Erweiterung wirkt sich positiv auf Außenhandel aus

Wien (PWK) - Österreichs weltweiter Außenhandel hat sich in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt. Für das Jahr 2000 werden beachtliche 8 bis 10 Prozent Exportsteigerung prognostiziert, womit ein Ausfuhrwert von rund 900 Mrd Schilling und ein Exportanteil von über 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Österreich erreicht werden könnte, erklärte Martin Bartenstein, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, bei seinem Vortrag über "Perspektiven für Österreichs Wirtschaft" Montag Abend im Club IW der Wirtschaftskammer Österreich. "Die Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ leistet für diese positive Entwicklung des Außenhandels wertvolle Arbeit im In-und Ausland und unterstützt somit die Konjunkturentwicklung in unserem Lande."

Auch in Zukunft werde der Außenhandel von großer Bedeutung für Österreichs Wirtschaft sein, ebenso wie der Tourismus. "Zwei Bereiche, die man im Ausland durchaus auch gemeinsam vermarkten sollte. Es erscheint daher sinnvoll die Österreich-Werbung mit der Arbeit der Außenhandelsstellen der Außenwirtschaftsorganisation in geeigneter Weise zu bündeln. Es soll zusammengeführt werden, was zusammengehört", machte Bartenstein auf die geplante Forcierung von Synergien in diesen Bereichen aufmerksam.

Eine große Chance für Österreichs Exporteure sieht Bartenstein in den Erweiterungsbemühungen der Europäischen Union. "Österreich hat von der Ostöffnung bereits profitiert - ich denke hier zB an in Wien gegründete Osteuropa-Zentralen von großen US-Konzernen - und es wird sich auch in Zukunft geschäftlich aber auch sicherheitspolitisch positiv auswirken", zeigte sich Bartenstein überzeugt. Das österreichische Investitionsvolumen in Mittel- und Osteuropa steige an und Österreich verfügt über bessere Bankenverbindungen in dieser Region als die meisten anderen Staaten.

Doch nicht nur außenwirtschaftlich betrachtet verzeichnet Österreich eine ansehnliche Performance. "Auch jene Ziele, die der Europäische Rat vor wenigen Wochen in Lissabon für die nächsten 10 Jahre formulierte, hat Österreich bereits erreicht: eine Beschäftigtenquote von 70 Prozent, ein jährliches Wirtschaftswachstum von 3 Prozent und eine Arbeitslosenquote von unter 4 Prozent, die mit Stand April 2000 3,3 Prozent betrug", erklärte der Wirtschaftsminister. Es sei durch die Regierung Schüssels eine gute Basis geschaffen worden, von der aus die Herausforderungen für die Zukunft positiv in Angriff genommen werden können und müssen.

Verbessern müsse sich Österreich beispielsweise noch im Bereich der Forschung und Entwicklung, wo für 2002 eine Steigerung der F&E-Quote auf 2 Prozent des BIP und für 2005 auf 2,5 Prozent angepeilt werde. Erhebliche Anstrengungen werde klarerweise auch der Konsolidierungsbedarf im öffentlichen Haushalt von über 60 Mrd Schilling in den nächsten Jahren verlangen. Ebenso müsse die Liberalisierung bei Strom (1.10.2001) und Gas (2002) erreicht und der Zugang zu Unternehmensgründungen erleichtert werden.

"Einen wesentlichen Faktor für die Zukunft der österreichischen Wirtschafts- aber auch Arbeitswelt stellt die Nutzung der Informationstechnologien dar", betonte Bartenstein. "Ermöglichen wir den österreichischen Unternehmen, die Chancen vor allem in der Content- und Softwareentwicklung wahrzunehmen." In der Erkennung von Marktchancen liege ein enormes Geschäfts-, Export-, Job- und Selbständigen-Potential, das es voll auszuschöpfen gilt, schloss der Wirtschafts- und Arbeitsminister im Haus der Wirtschaft. (Ne)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-4599
e-mail: presse@wkoe.wk.or.at

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK