Häupl und Görg für Bau des Lainzer Tunnels

Wien, (OTS) Bei der Bürgermeister-Pressekonferenz am Dienstag gaben sowohl Bürgermeister Dr. Michael Häupl als auch Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit des Lainzer Tunnels ab. Aus Sicht der Stadt Wien
gebe es triftige Gründe, gegen die Ankündigung des Bundesministers Michael Schmid zu protestieren, den Bau des Lainzer Tunnels (und
der Güterzugumfahrung St. Pölten) solange aufzuschieben, bis die Hochleistungsstrecke St. Pölten - Wien fertig gestellt, bzw. bis die Finanzierung gesichert ist, stellten beide klar.

Die Verbindungsstrecke zwischen West-, Süd- und Donauländebahn mit dem "Lainzer Tunnel" ist

o ein wichtiger Bestandteil des europäischen Eisenbahn-

Hochleistungsstreckennetzes (TEN) und
o die direkte Verlängerung der - zwischen Linz und St. Pölten - in

Ausbau befindlichen Westbahn.

Der Ausbau der Westbahn und der o.g. Verbindungsstrecke liegt auch im gemeinsamen Interesse jener Länder und Städte, die sich für die Realisierung der sog. "Magistrale für Europa" (Achse Paris - Budapest) einsetzen.

Der forcierte Bau des "Lainzer Tunnels" hat somit europäische Bedeutung und somit absolute Priorität.****

Mit dem Bau des Lainzer Tunnels werden folgende Ziele
verfolgt:

o Entlastung der Westbahn vom Güterverkehr (von Hadersdorf -

Weidlingau bis Penzing) und teilweise vom Personenfernverkehr
(bis Westbahnhof)
o Entlastung der Verbindungsbahn (von Hütteldorf bis Meidling) vom

Güterverkehr und Personenfernverkehr
o Entlastung der Südbahn (von Meidling bis Südbahnhof) vom

Güterverkehr
o direkte Heranführung der von Westen kommenden ICE- und IC-Züge

über den Lainzer Tunnel und die Südbahn zum Bahnhof Wien Hauptbahnhof
o direkte Heranführung der von Westen kommenden Güterzüge über den

Lainzer Tunnel und die Donauländebahn zum Terminal Wien Inzersdorf bzw. zum Zentralverschiebebahnhof Kledering

Insgesamt trägt der "Lainzer Tunnel" somit zu einer umweltschonenden, effizienteren und schnelleren Abwicklung des an den Bahnknoten Wien herangeführten bzw. diesen durchquerenden Güter- und Personenfernverkehrs bei.

Durch den "Lainzer Tunnel" können auf der Westbahn, der Verbindungsbahn und der Südbahn Kapazitäten für eine Angebotsverbesserung im Regional- und S-Bahnverkehr frei gemacht werden.

Von der Realisierung des "Lainzer Tunnels" abhängig sind folgende Vorhaben:

o Terminal Wien Inzersdorf

(schnellere und sicherere Betriebsführung)
o Bahnhof Wien Hauptbahnhof

(optimale Durchbindung; Reisezeitgewinn; Verbesserung der Umsteigerelationen im überregionalen, regionalen und lokalen Verkehr)
o Verdichtung des S-Bahnbetriebes auf der Verbindungsbahn (z.B.

durch Verlängerung der S 80 über Hst. Südtiroler Platz und Bahnhof Meidling zum Bhf. Hütteldorf und eventuell darüber hinaus)
o Verdichtung des Nahverkehrsangebotes auf der Westbahn

(z.B. 15-Minuten-Intervall auf der S 50)
o "Airport-Express" St. Pölten - Bahnhof Wien Hauptbahnhof -

Flughafen

Da die HL-Strecke St. Pölten - Wien (nach Schätzung der Experten) frühestens 2010 fertig gestellt werden kann, würde sich die Fertigstellung des Lainzer Tunnels - und damit aller Folgemaßnahmen - auf mindestens 2016 (gegenüber bisher: 2007) verzögern.

Durch (Vorweg)Realisierung der nördlichen und südlichen Zulaufstrecken des "Lainzer Tunnels" können die o.g. Ziele nicht erreicht werden.

Allerdings kann durch Fertigstellung des bereits in Bau befindlichen Ausbindungsbauwerkes in Hadersdorf/Auhof (mit unterirdischer Weichenhalle) eine gewisse Entlastung der Anrainer erzielt werden.

Die Baukosten der einzelnen Teilabschnitte der Verbindungsstrecke zwischen West-, Süd- und Donauländebahn betragen:

o Abschnitt 1 - Einbindung Südbahn: ca. 1,5 Mrd. S
o Abschnitt 2 - Anbindung Donauländebahn: ca. 2,0 Mrd. S
o Abschnitt 3 - Lainzer Tunnel: ca. 3,4 Mrd. S
o Abschnitt 4 - Verknüpfung Westbahn: ca. 4,5 Mrd. S
(Schluss) lei

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