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Sanitätergesetz: "Ehrenamtlichkeit nicht gefährden!" LH Sausgruber: Berücksichtigung von Berg- und Wasserrettung, endgültiger Entwurf des Ministeriums abwarten

Bregenz (VLK) - Die geplante Neuregelung zur Schaffung
eines neuen Berufsbildes für Rettungssanitäter geht in die nächste Runde: Das Rote Kreuz hat einen Entwurf vorgelegt, in
dem die Auswirkungen auf die Notarztsysteme zusammen gestellt wurden. Landeshauptmann Sausgruber dazu: "Insgesamt muss
weiterhin darauf geachtet werden, dass die Anforderungen auch
von ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern mit vertretbarem
Aufwand erfüllt werden können." Deshalb müsse auch auf die Bedürfnisse von Berg- und Wasserrettung berücksichtigt
werden. Das Land warte nun auf den endgültigen Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Das
Thema "Sanitätergesetz" wird auch auf der am Mittwoch stattfindenden Landeshauptleutekonferenz in Wien behandelt.
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Konkret sieht der Entwurf vor, dass die Ausbildung zum Rettungssanitäter aus 295 Ausbildungsstunden (135 Stunden
Theorie, 160 Stunden Praxis) bestehen soll. Beim
Ausbildungsmodul für Notfallsanitäter ist die
Zugangsvoraussetzung im Ausmaß von 500 Stunden Tätigkeit als Rettungssanitäter im Rettungs- und Krankentransport
festgelegt. Dazu sind dann noch 480 Stunden Theorie und
Praxis zu absolvieren. Beim Roten Kreuz zeigt man sich
optimistisch, dass es mit diesen im Entwurf genannten
Stundenzahlen auch weiterhin gelingen wird, auch in Zukunft
die Notarztsysteme im bisherigen Umfang mit Freiwilligen zu besetzen.

Landeshauptmann Sausgruber sieht in diesem Entwurf zwar
einen Schritt in die richtige Richtung, betont aber
gleichzeitig, dass auch auf die Bedürfnisse von Wasser- und Bergrettung eingegangen werden müsse. Denn ein Rückgang in
der Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter insgesamt hätte zwangsläufig Auswirkungen auf die durch ehrenamtliche
Mitarbeit geprägte Struktur der Rettungsorganisationen. Dies
hätte nicht nur unabsehbare Kosten für die öffentliche Hand
zur Folge. Sausgruber: "Wenn die Mitwirkung Freiwilliger im organisierten Notdienst nicht mehr erreichbar ist, wird das
Element der Freiwilligkeit, das ganz entscheidend den
Gedanken der Gemeinnützigkeit der Organisationen trägt,
verdrängt werden." Wie groß diese Auswirkungen sein könnten, zeigt allein die Mitgliederstruktur des Roten Kreuzes: Von
den bundesweit rund 40.000 Mitgliedern sind 37.000
ehrenamtlich tätig.
(tm,nvl)

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