ARA IM JAHR 1999: GERINGERE KOSTEN FÜR DIE WIRTSCHAFT - HÖHERE LEISTUNG FÜR DIE UMWELT

Wien (OTS) - 180 Mio. ATS Kostenentlastung für österreichische Wirtschaft - erstmals mehr als 12.000 Kunden - höhere Sammel- und Verwertungsmenge - neue Rekorde bei Pro-Kopf-Sammelmenge

Gezieltes Optimieren des Systems

Das Jahr 1999 war für die ARA Altstoff Recycling Austria AG und für das gesamte ARA System ein sehr erfolgreiches: Durch gezieltes Optimieren des Systems gelang es, sowohl der Forderung der Wirtschaft nach geringeren Kosten nachzukommen als auch mehr Altstoffe zu sammeln - und damit stärker zur Umweltentlastung beizutragen. Mehr Sammelhilfen (d.h. Container und Gelbe Säcke) boten den Konsumenten außerdem einen größeren Komfort.

12.000er-"Schallmauer" bei Kundenzahl durchbrochen

Deutliche Tarifsenkungen für das Jahr 1999 um bis zu 23% brachten der österreichischen Wirtschaft Kosten-senkungen in Höhe von rund 180 Mio. ATS. Dennoch konnte der Umsatz der ARA AG mit 2.694 Mio. ATS nach 2.673 Mio. ATS in 1998 sogar leicht erhöht werden. Die Gründe dafür waren mehrfach:

Die ARA konnte 1999 1.167 neue Kunden gewinnen. Die Zahl der Lizenzpartner stieg damit um 5% netto von 11.479 auf 12.027 Unternehmen per 31.12.1999. Damit wurde die "12.000er-Schallmauer" durchbrochen.

Neue Lizenzpartner vor allem aus Baubranche

Besonders erfolgreich akquirierte die ARA in der Nahrungsmittel-und Getränkeindustrie sowie in den Branchen Baustoffe, Maschinen, Sanitär, Elektro/EDV und Bekleidung. Zahlreiche neue Kunden konnten weiters durch eine gezielte Akquisitionsaktion in Einkaufszentren sowie durch Beratung von Institutionen wie Banken, Versicherungen und Krankenhäuser gewonnen werden.

Der - aufgrund der Tarifsenkungen - im Budget prognostizierte Umsatzrückgang für 1999 wurde durch zusätzliche Einnahmen aus diesen neuen Lizenzverträgen sowie aus Steigerungen der Lizenzmengen durch die Marktentwicklung kompensiert.

Convenience-Trend bringt Zuwächse bei PET und Alu

Nach Verpackungsmaterialien betrachtet verzeichnete die ARA starke Zuwächse bei Papier, Glas, Metallen und PET. Allerdings aus durchaus unterschiedlichen Gründen: Glas wurde aufgrund des Millenniums-Jahreswechsels vermehrt eingesetzt, aber auch in Folge des Trends zu höherwertigen Weinen. PET- und andere Kunststoff-verpackungen steigen mengenmäßig aufgrund der diversen Markttrends (Single-Haushalte, Convenience, etc.).

Gesamt betrachtet wurden die Einnahmen zu 56% mit Kunststoffverpackungen erzielt. 19% entfielen auf Papier, 10% auf Aluminium sowie Ferrometalle, 9% auf Glas, 5% auf Materialverbunde und 1% auf Holz.

Erzielte Überschüsse fließen in Tarifkalkulation ein

Auch kostenseitig hat die ARA im Jahr 1999 eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen können. Die Bilanz wird derzeit erstellt und wie üblich bei der Generalversammlung am 29. Juni 2000 verabschiedet. Es ist aber bereits absehbar, daß erneut leichte Überschüsse erzielt wurden, die statutengerecht in die Kalkulation der Tarife einfließen und damit den Lizenzpartner direkt zugute kommen.

623.000 t Gesamt-Sammelmenge

Die Sammelmenge stieg analog zur Marktmenge im vergangenen Jahr von rund 606.000 t in 1998 auf knapp 623.000 t an. Die größte Sammelfraktion war unverändert Papier mit einem 48%-Anteil, gefolgt von Glas mit 30% und Leichtverpackungen mit 15%. Metalle stellten 5% der Gesamtmenge und Holzverpackungen 2%.

Höchste Pro-Kopf-Menge: 121 kg pro Jahr in Vorarlberg

Eindrucksvoll eingestellt wurde im vergangenen Jahr der Rekord bei der Pro-Kopf-Sammelmenge - und zwar vom Rekordhalter selbst: Die Vorarlberger steigerten die bereits sensationelle Pro-Kopf-Sammelmenge von 115 kg p.a. auf 121 kg. Die Steirer verbesserten ihre Leistung von 105 kg auf 111 kg, die Tiroler von 102 kg auf 106 kg. Ein Beweis für die ungebrochene Sammelleidenschaft der Österreicher, ihre Motivation und Bereitschaft, der Umwelt etwas Zeit zu widmen.

Die Zahl der Sammelhilfen wurde parallel dazu erhöht: 865.745 (1998: 860.374) Container stehen bei Sammelinseln und Wohnhausanlagen zur Verfügung. 850.721 Haushalte werden zusätzlich mit Säcken versorgt. Im Jahr 1998 betrug die Zahl der an die Sacksammlung angeschlossenen Haushalte rund 780.000.

Lizenzpartnerkontrollen optimiert

Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten und verordnungskonform handelnde Unternehmen vor Kostennachteilen zu schützen, prüft die ARA seit 1994 regelmäßig ihre Lizenzpartner. Im Jahr 1999 wurden insgesamt 736 Firmen von den beiden Wirtschaftstreuhand-Kanzleien Europa-Treuhand Ernst & Young sowie Deloitte&Touche untersucht. 70% der Meldungen erwiesen sich dabei als korrekt. 13% der Unternehmen hatten ihre Pflicht übererfüllt und erhielten eine Gutschrift. 17% wurden wegen gravierender Abweichungen gemahnt und mußten Nachzahlungen inklusive Zinsen leisten.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die ARA erneut mit einem leicht rückläufigen Umsatz, da die Tarife - vor allem im Kunststoffbereich - für 2000 wiederum um bis zu 25% gesenkt wurden! Dies bringt der heimischen Wirtschaft heuer Ersparnisse in der Höhe von 280 Mio. ATS, zusätzlich zu den Einsparungen von 180 Mio. ATS im Vorjahr.

Weitere Tarifsenkungen für 2001 geplant

Eine weitere Preissenkung prognostiziert Dkfm. Christian Stiglitz für das Jahr 2001: "Wir können zwar noch keine konkreten Zahlen nennen, da die Kalkulation noch im Gange sind. Aufgrund der bisher bekannten Einnahmensituationen und der Kostenentwicklung sehen wir aber bereits jetzt wiederum deutliche Tarifreduktionen bei Verpackungen aus Papier, Wellpappe und Karton sowie Kunststoff- und Verbundverpackungen in der Höhe eines zweistelligen Prozentsatzes. Und dies, obwohl die ARA bereits jetzt um ca. 30% bei vergleichbaren Verpackungen aus Kunststoff, Papier, Karton und Wellpappe und um bis zu 50% bei Aluverpackungen unter dem Preisniveau des Deutschen Dualen Systems liegt. Die genauen Tarife werden wir wieder Ende September bekanntgeben."

Beteiligung an AGR weitgehend ausverhandelt

Ein strategisch wichtiger Schritt im laufenden Jahr wird die Beteiligung an der Austria Glas Recycling GmbH (AGR) sein. Die AGR ist die letzte Branchenrecycling-Gesellschaft, an der die ARA AG bislang noch keine Beteiligung hält. "Die angestrebte Übernahme von Minderheitsanteilen", so Stiglitz, "wird dann den Zahlern im System, d.h. der abfüllenden/abpackenden Industrie und dem Handel - über die ARA auch in diesem Bereich ein ausreichendes Mitspracherecht einräumen." Eine Einigung wurde mit den Eigentümern der AGR bereits erzielt, die Verträge sind ausverhandelt und bedürfen noch der Zustimmung der Generalversammlung des ARA Vereines.

Consulting Projekt mit Portugal abgeschlossen

Abgeschlossen wird im heurigen Jahr weiters das Consulting-Projekt, bei dem die ARA die portugiesische Sociedade Ponto Verde beim Auf- bzw. Ausbau eines umfassenden Sammel- und Verwertungssystems berät. Die Abschlußpräsentation wird im Juli 2000 stattfinden.

Weitere Consulting-Projekte sind bereits in Arbeit.

Zusätzlich gefördert wird der Export des ARA-Know-hows durch die Mitgliedschaft der ARA im Umwelt-Exportcluster.

PRO EUROPE erweitert in Richtung Osteuropa

Die PRO EUROPE - die Vereinigung europäischer Sammel- und Verwertungssysteme, bei der die ARA Gründungsmitglied ist - nimmt im heurigen Jahr die norwegische und lettische Gesellschaft als neue Mitglieder auf. Ein weiterer Kandidat für den Pro-E-Beitritt ist außerdem Tschechien.

Die PRO EUROPE öffnet sich damit in Richtung Osteuropa und fördert das koordinierte Vorgehen im Sinne einer grenzüberschreitenden getrennten Sammlung und Verwertung von Verpackungen.

(Siehe auch APA/AOM-OGS Grafik Nr. 0051/0005-ARA.fh8)

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