ÖGB: Protestwelle in ganz Österreich (2)

Gewerkschaften präsentieren Alternativen zum unsozialen Regierungsprogramm

Wien (ÖGB). "Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit kämpfen" ist das Motto des heutigen Aktionstages, mit dem der ÖGB seit den frühen Morgenstunden gemeinsam mit BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen die ArbeitnehmerInnen über die unsozialen Belastungsmaßnahmen der Regierung informiert und gleichzeitig Alternativvorschläge präsentiert.++++

Neben bundesweiten Verteiler- und Straßenaktionen, gibt es auch eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen der Aktionismus im Vordergrund steht. Insgesamt stehen heute mehr als 300 Veranstaltungen auf dem Programm - in jedem Bezirk Österreichs finden Aktionen statt. Teilweise haben die Veranstaltungen bereits in den frühen Morgenstunden begonnen, andere finden ganztätig statt, aber auch am Nachmittag bis in die Abendstunden sind Veranstaltungen geplant.

Bereits in den Morgenstunden wurden in burgenländischen und steirischen Zügen die Pendler über das massive Belastungspaket informiert, in Ferlach gab es bereits um 6.10 Uhr ein Pendlerfrühstück und in Hermagor, beides Kärnten, wurde mit einer Bodenzeitungsaktion der Belastungskurs der Regierung drastisch veranschaulicht. In Vorarlberg wiederum wird in der Zeit von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr in Bregenz beim Eingang der Fußgängerzone zwischen Skyline und Hypopassage Informationsmaterial verteilt. Um 11.30 Uhr ist in der Montfortstraße eine weitere Aktion geplant. ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker: "Unser Ziel ist es, die sozial unausgewogenen Maßnahmen der Regierung darzustellen und Alternativen der Gewerkschaft aufzuzeigen. Wir haben nichts davon, wenn wir soziale Not im Land haben, nur um als Musterschüler der EU dazustehen."

Burgenland: "Es wird immer enger"

In der Fußgängerzone in Eisenstadt ist noch bis 13.00 Uhr die Aktion "Es wird immer enger" im Gange. In den burgenländischen Städten Oberwart und Mattersburg stehen ganztägig die Aktionen "Nicht unter die Räder..." und am Nachmittag u. a. Verteileraktionen auf den Parkplätzen der Einkaufszentren in Neusiedl und Frauenkirchen auf dem Programm.

Oberösterreich: Würfel und Komik

"Gipfel der Grausamkeiten" nennt sich eine Aktion der oberösterreichischen GewerkschafterInnen, die um 16.00 Uhr (bis 18.00 Uhr) am Taubenmarkt in Linz beginnt. Mittels eines Kartonwürfels wird den Passanten der "Katalog der Grausamkeiten", der von der Regierung geplanten Maßnahmen präsentiert.

In der Welser Fußgängerzone fand bereits eine "Komik"-Aktion "Sparen, damit die großen Tiere mehr bekommen" zwischen 6.30 Uhr und 9.00 Uhr statt. "Komisch" fanden es die TeilnehmerInnen allerdings nicht, als sie mit den Sparplänen der Regierung zu Lasten der ArbeitnehmerInnen konfrontiert wurden. (ew)

ÖGB, 16. Mai 2000

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