Klestil und Maderthaner bei ukrainischem Präsidenten Kutschma

Österreichisch-Ukrainisches Wirtschaftsforum am 18. Mai in Kiew - Österreichs Exporte 1-2/2000 mit zweistelligem Zuwachs

Wien (PWK) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, begleitet vom 17. bis 18. Mai Bundespräsident Thomas Klestil mit einer Wirtschaftsdelegation von 17 österreichischen Firmen und Banken in die Ukraine. Gemeinsam mit Außenministerin Benita Ferrero-Waldner wird Maderthaner am Mittwoch, 17. Mai, an ukrainisch-österreichischen Verhandlungen unter Vorsitz des ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma und Bundespräsidenten Klestil teilnehmen. Am Donnerstag, dem 18. Mai, hält Maderthaner mit dem ukrainischen Wirtschaftsminister Serhiy Tyhipko ein top-besetztes Wirtschaftsforum ab, an dem ebenfalls die beiden Staatspräsidenten sowie die österreichische Firmendelegation und hochrangige ukrainische Vertreter aus Wirtschaft und Politik teilnehmen werden.

Weiters steht am 18. Mai ein Arbeitsessen von Bundespräsident Klestil und WKÖ-Präsident Maderthaner mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Viktor Juschtschenko am Programm.

"Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Ukraine und Österreich haben sich in den letzten Jahren bis 1997 dynamisch entwickelt: von 1993 - jenem Jahr, in dem die Wirtschaftskammer Österreich eine eigene Außenhandelsstelle in Kiew gegründet hat - bis 1997 kam es zu einer Vervierfachung der österreichischen Exporte in die Ukraine", berichtet Maderthaner. "1998 und 1999 musste der bilaterale Handel infolge der Asien- und Russlandkrise und der damit eingeführten Devisentransferbeschränkungen Rückgänge verzeichnen. Im Jänner und Februar 2000 macht sich allerdings bereits wieder ein Aufwärtstrend mit einem Exportplus von 21,8 Prozent bemerkbar."

Ein dichtes Netzwerk von Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene spiegle das freundschaftliche Verhältnis zwischen der Ukraine und Österreich wider und werde durch den aktuellen Staatsbesuch weiter unterstrichen, betont der WKÖ-Präsident.

Österreich liegt unter den EU-Ländern als Abnehmer ukrainischer Waren an dritter Stelle, als Lieferant an sechster Stelle. Exportiert werden aus Österreich - 1999 im Wert von 1,8 Mrd Schilling (-25,7 Prozent) - vor allem Nachrichtengeräte, Büro- und EDV-Maschinen, Arbeitsmaschinen, medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse, Papier und Pappe, Kunststoffe, Metallwaren sowie Straßenfahrzeuge.

Die Importe betrugen 1999 2,3 Mrd Schilling (-10,6 Prozent) und bestehen aus den traditionell dominierenden Rohstofflieferungen wie Erze und Holz sowie Nachrichtengeräten, Eisen- und Stahl, Sportgeräten und Bekleidung.

Unter den GUS-Staaten ist die Ukraine der zweitwichtigste Abnehmer für österreichische Exporteure und ein bedeutender Zukunftsmarkt. Die WKÖ-Außenhandelsstelle Kiew betreut etwa 2000 österreichische und ukrainische Unternehmen pro Jahr und führt regelmäßig Wirtschaftsmissionen in den verschiedenen Regionen der Ukraine zur Anbahnung von Geschäftskontakten durch. Zudem finden Managementlehrgänge des WIFI der Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit dem Institut Rynok in Kiew statt, an denen seit 1992 über 2.700 Personen teilgenommen haben. (Ne)

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