Kelag: Erfolgreiches Geschäftsjahr 1999

Klagenfurt (OTS) - Trotz schwieriger Rahmenbedingungen kann die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft auf ein erfolgreiches Jahr 1999 zurückblicken. Dieses Geschäftsjahr war deutlich geprägt von der teilweise bereits erfolgten Öffnung des Strommarktes.

Konzern-Bilanz

Die Bilanz 1999 ist ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Erstmals bilanziert die Kelag als Konzern konsolidiert mit mehreren Tochtergesellschaften, die größte von ihnen ist die Wärmebetriebe Gesellschaft mbH. Wegen dieser Änderung sind bei den Ergebnissen Vergleiche mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

Bei einem konsolidierten Umsatz von 5.023 Mio ATS konnte der Konzern einen Bilanzgewinn von 157,7 Mio ATS erwirtschaften. Der Bilanzgewinn der Kelag im engeren Sinn beträgt 128,3 Mio ATS und ermöglicht wieder eine Dividende von 16 % auf das Grundkapital. Die Konzerntochter Wärmebetriebe Gesellschaft mbH erwirtschaftete bei einem Umsatz von 343,3 Mio ATS ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 45,5Mio ATS und eine Dividende von 28 Mio ATS.

Ergebnisse der Kelag

Die Umsätze der Kelag in den Bereichen Strom sind leicht gesunken (Strom: - 4,4 % auf 4.184,4 Mio ATS, Erdgas - 3,6 % auf 313,9 Mio ATS), bedingt durch die teilweise bereits erfolgte und/oder bevorstehende Öffnung der Märkte. Gestiegen sind die Umsatzerlöse in den anderen Bereichen (Wärme +19,3 % und Wärmebetriebe Gesellschaft mbH um 4,5 % auf insgesamt 459,3 Mio ATS, in der Telekommunikation (+ 46,9 % auf 44,5 Mio ATS) und bei den Installationen (32,1 % auf 20,9 Mio ATS).

Im Geschäftsfeld Strom wirkt sich bei den Erlösen einerseits der Preisrückgang bei den Großkunden in Folge der Marktöffnung aus, andererseits die generelle Senkung der Strompreise von 10 % per 1. September 1999. Den Erlösrückgängen stehen jedoch günstigere Stromeinkäufe und Strombezüge sowie gesunkene Personalkosten gegenüber, letztere vor allem infolge der Abfindung von Pensionsansprüchen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Kelag erreichte den Rekordwert von 1.132,1 Mio ATS. Gemeinsam mit den außerordentlichen Erträgen (Bilanzierungsausgleich mit dem Verbund und Sonderauflösung von Baukostenzuschüssen) ermöglichte das die Sonderabschreibung auf eigene Kraftwerke im Ausmaß von rund 1.613 Mio ATS. Trotzdem konnte ein Bilanzgewinn von 128,3 Mio ATS erwirtschaftet werden. Die außerplanmäßige Abschreibung auf eigene Kraftwerke und die Abfindung von Pensionsansprüchen bringen der Kelag in Zukunft wirtschaftliche Spielräume, sie bedeuten bereits für das Geschäftsjahr 2000 eine deutliche Entlastung.

Investitionen

Der Konzern investierte im Geschäftsjahr 1999 insgesamt 675 Mio ATS. Schwerpunkte waren bei der Kelag der Kauf von fünf Kraftwerken im Bärental, der Bau des Kleinkraftwerkes Waben im Mölltal gemeinsam mit einem Privaten, der Bau des Umspannwerkes Malta Unterstufe und der Ausbau des Umspannwerkes Gurk. Die Wärmebetriebe Gesellschaft mbH realisierte gemeinsam mit der Stadtgemeinde Fürstenfeld das Großprojekt Geothermie Fürstenfeld und erwarb die Biobrennstoffe-Wärmelieferungs GmbH, ein Unternehmen mit 10 Fernheizwerken in der Steiermark.

Die Energieleitzentrale Kärnten ist 1999 bereits teilweise in Betrieb gegangen. Von hier aus werden nicht nur die Kraftwerke und Umspannwerke der Kelag fernüberwacht und ferngesteuert, sondern in Zukunft auch die Wasserkraftwerke der Draukraft in Kärnten. Problemlos geschafft hat die Kelag die Umstellung ihrer EDV-Anlagen auf das Jahr 2000.

Aktuelle Entwicklung 2000

Der Vorstand der Kelag erwartet auch für das Geschäftsjahr 2000 trotz der erfolgten Strompreissenkung ein gutes Ergebnis. Zusätzlich erlösmindernd werden auch die Angebote für das Gewerbe wirken (Senkung des Leistungspreises von 30 % ab 1. Juli 2000). Den Erlösrückgängen werden aber auch im Jahr 2000 Rückgänge bei den Kosten gegenüberstehen, beim Stromeinkauf genauso wie bei den Personalkosten und den Abschreibungen.

Der Vorstand der Kelag geht derzeit davon aus, dass der Strommarkt am 1. Oktober 2001 generell freigegeben wird; diesem Schritt wird wahrscheinlich am 1. Oktober 2002 der Erdgasmarkt folgen. Dies bedeutet für die Kelag einen noch stärkeren Preis- und Kostendruck.

Im Februar ist das Rating der von Standard & Poor's für die Kelag von "AA-/stabil" bestätigt worden, vor der Begebung einer Euro-Anleihe durch die Kelag im Umfang von 150 Millionen Euro.

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