"Kleine Zeitung"-Kommentar: Überraschungen (Von Stefan Winkler)

Ausgabe vom 15. 5. 2000

Graz (OTS). - Zum Regierungsantritt, als in Wien die Jugend auf
die Straße ging und uns das böse Ausland die Nasenlöcher zeigte, hätte Kollege S. Haus und Hof darauf verwettet, dass die Tage der Regierung gezählt seien. Nach 100 Tagen ist klar: Kollege S., eine Politikkoryphäe, irrte. Wolfgang Schüssel sitzt fester denn je im Sattel, und die Außenministerin, die Liebreizende, ist drauf und dran, die letzten Bastionen Europas niederzulächeln.

Auch die Kids haben erkannt, dass sich die Äktschn längst woanders abspielt. Deshalb sind sie vom Ballhausplatz flugs vors TiVi gewechselt, wo Big Brother mit Sabrina und Zlatko in 100 Tagen allemal einen besseren Fun-Factor bietet als Karl-Heinz Grasser mit seinen Budgetzahlen. Auch wird im Big Brother-Container wöchentlich jemand gefeuert, während in Wien bisher nur der Justizminister (Wie hieß er schnell?) w. o. gab.

Doch, seien wir ehrlich, was bedeutet schon Äktschn? Der allseits beliebte Zlatko musste weichen, während Sozialministerin Elisabeth Sickl noch immer im Amt ist. Wer sagt's denn, dass das echte Leben nicht doch die größeren Überraschungen bereit hält. ****

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