Keusch: Selbstgefälligkeitssümpfe im Landwirtschaftsressort trockenlegen

Versäumnisse der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung bei Fachschule Edelhof gehören dringendst ausgeräumt

St. Pölten, (SPI) - "Der jüngste Rechnungshofbericht über die Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof zeigt einige "saure Wiesen" und "Selbstgefälligkeitssümpfe" auf, die dringendst trockenzulegen sind. Die Versäumnisse des Landwirtschaftsressorts von Landesrat Franz Blochberger haben dazu geführt, dass die Aufsichtspflicht nicht in jenem Ausmaß wahrgenommen wurde, wie dies eigentlich von einem gut geführten Ressort zu erwarten wäre", kommentiert der Finanz- und Tourismussprecher der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Eduard Keusch, den jüngsten NÖ Landesrechnungshofbericht zur Schule in Edelhof.****

So wurden in Edelhof eine Reithalle und eine millionenschwere Saatguthalle im Investitionswert von insgesamt 13,3 Millionen Schilling ohne Genehmigung, ohne konkrete Verträge - ja auch ohne Ausschreibung, was besonders erschwerend wirkt, errichtet. Für eine gründliche Vorbereitung der Investitionen wurden weder Nutzungskonzepte, noch Finanzierungskonzepte erarbeitet. Dem ehemaligen Schulleiter wird in diesem Zusammenhang eine eindeutige Überschreitung seiner Kompetenzen vorgeworfen. "Das Ressort von Agrarlandesrat Franz Blochberger hat in diesem Zusammenhang eindeutig seine Aufsichtspflicht vernachlässigt", so LAbg. Keusch.

Des weiteren beheimatet die Fachschule Edelhof zwei Fachrichtungen -"Landwirtschaft mit Waldwirtschaft" - und im neuen Modul "Landwirtschaft mit Pferdewirtschaft und Haushaltsmanagement". Der zweite Ausbildungszweig "Pferdewirtschaft" wurde vor wenigen Jahren aus der Landwirtschaftlichen Fachschule Gumpoldskirchen nach Tullnerbach verlegt - mit der Begründung, dass der Ausbildungszweig "Buschenschank" besser zu Gumpoldskirchen passe. Dieses Vorgehen hatte aber wohl andere Gründe. "Die Antwort ist heute genau die gleiche wie damals: Allein dort, wo es dem Agrarressort von Franz Blochberger parteipolitisch hinpasst, schafft man neue attraktive Ausbildungsstätten und investiert viele Millionen an Steuermitteln", so Keusch.

"Wenn nun der Reitsport ein touristischer und freizeitwirtschaftlicher Hoffnungsträger ist, was nicht anzuzweifeln ist, dann wäre es sicher angebracht darüber nachzudenken, diese Ausbildung in mehreren regionalen "Reitsportzentren" anzubieten. Das ergibt zweifellos Synergien mit dem Tourismus, die es zu nutzen gilt. Dass also nur eine Fachschule mit diesem Ausbildungszweig bevorteilt werden soll, bleibt damit eine rein politisch willkürliche Entscheidung", so der SP-Finanzsprecher abschließend.
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