FORMAT-Interview: OMV-Chef Schenz will den Energiekonzern bald fusionieren

"Halte es heute nicht für tragisch, wenn die OMV aufgekauft wird"

Wien (OTS) - In einem Interview für das am Montag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT stellt OMV-Generaldirektor Richard Schenz einen baldigen Zusammenschluß der OMV mit einem großen Energiekonzern in Aussicht: "Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre, bis zum Ende meines Vertrages, will ich entweder eine Kooperation auf Konzernebene fixiert haben. Ein Merger ist dabei durchaus denkbar. Die zweite Möglichkeit ist, daß wir Bereiche wie Raffinerie und Tankstellen ausgliedern und dort Partner hereinnehmen."

Schenz reagiert in FORMAT auf die jüngste Kritik von FPÖ-Wirtschaftssprecher Thomas Prinzhorn, der dem OMV-Vorstand Planlosigkeit vorwarf und die Befürchtung äußerte, die OMV werde angesichts der weltweiten Energiefusionen übrig bleiben. Schenz wörtlich gegenüber FORMAT: "Die industrielle Führung muß nicht zwingend bei der OMV bleiben, aber in Wien. Ich halte es heute strategisch für nicht tragisch, wenn die OMV aufgekauft wird, solange das Headquarter in Wien bleibt. Das ist mir wichtig."

Behinderungen durch die Großaktionäre, die ÖIAG und die IPIC aus Abu Dhabi, befürchtet Schenz nicht: "Ich halte beide für sehr flexibel und keinesfalls auf Machterhalt versessen. Wenn ein guter Partner kommt, werden sie sich einem Merger nicht verschließen."

Der OMV-Chef warnt im FORMAT-Interview jedoch vor einer überhasteten Privatisierung unter Zeitdruck: "Es besteht überhaupt kein Grund für die zuständigen Politiker, gleich die Nerven wegzuschmeißen. Auch wenn in der Vergangenheit vieles nicht gepaßt hat, gibt es keinen Grund, das Kind mit dem Bade auszuschütten - und unbesonnen zu verkaufen."

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