Motz: Warum will die Regierung eine Ruck-Zuck-Privatisierung zu Lasten des zu erzielenden Verkaufspreises

Warten im Hintergrund schon die "Freunde" der FPÖ/ÖVP-Koalition auf billiges Österreichisches Eigentum?

St. Pölten, (SPI) - "Nicht wenige nationale und internationale Wirtschaftsfachleute fragen sich in den vergangenen Wochen, warum die blauschwarze Bundesregierung ein derart schnelles Tempo beim Vorhaben des Ausverkaufs Österreichischer Kernindustrien vorlegt. Rund zweihundert Milliarden Schilling, derzeit im Eigentum des Bundes und daher im Eigentum aller Österreicherinnen und Österreicher, soll in wenigen Monaten auf dem Aktienmarkt plaziert werden, der derzeit jedenfalls keine "Bull-Market-Ausprägung" hat. Weiters wissen selbst in der Betriebswirtschaft nicht so sattelfeste Menschen, dass ein Überangebot die Preise drückt - und das kann sich massiv auf die zu erzielenden Erlöse auswirken. Warum macht dies eine Bundesregierung, die doch das Interesse haben sollte, die höchstmöglichen Preise zu erzielen", zeigt sich der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Mag. Wolfgang Motz, irritiert über das wirtschaftspolitisch äußerst mangelhafte Vorgehen der blauschwarzen Bundesregierung.****

"Angesichts der doch sehr guten Beziehungen der neuen Bundesregierung zur Hochfinanz und vielen Milliardären im In- und Ausland könnten sich viele von dieser Vorgehensweise ein gutes Geschäft erhoffen. Werden die Aktien am Markt plaziert, könnten jene, die Millionen und Milliarden im Hintergrund frei verfügbar haben, leicht und vor allem schnell zugreifen und sich ihren Anteil sichern. Durch die doch sehr positive wirtschaftliche Positionierung der ÖIAG-Unternehmen sind nicht nur maßgebliche Steigerungen des Aktienkurses zu erwarten, auch die Gewinne der Unternehmen würden auf privaten Konten landen -anstatt allen Österreicherinnen und Österreichern zugute zu kommen. Leider werden wir es erst viele Jahre nach der Privatisierung wissen, wer die wirklichen Profiteure der Privatisierung waren. Die Bevölkerung ist es sicher nicht - für sie wird Eigentum "ausverkauft", Möglichkeiten der Mitbestimmung werden aufgegeben und damit nicht zuletzt Standorte und Arbeitsplätze gefährdet", so der SP-Wirtschaftssprecher abschließend.
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