"profil": Museumsquartier: Gehrer auf Konfrontation mit Morak

Minister Gehrer gegen fixe Kuratoren für Qaurtier 21 - Kritik an Leopold und Hegyi - "Dass die nichts Gescheiteres zu tun haben?"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag
erscheinden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
äußerte die zuständige Ministerin Elisabeth Gehrer im
schwelenden Konflikt um das Museumsquartier und die
noch nicht fix vergebenen Flächen im Fischer-von-Erlach-
Trakt erstmals konkrete Pläne. Das derzeit vom Leiter der Errichtungsgesellschaft, Wolfgang Waldner, geplante
Quartier 21, möchte Gehrer in Zukunft nicht von
Kunstkuratoren programmatisch gestalten lassen. "Ich will
ein internationales Expertengremium für das Quartier 21",
meinte Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer im
Gespräch mit "profil".

Gehrer widersetzt sich damit den Plänen von
Kunststaatsekretär Franz Morak. Dieser hatte im
parlamentarischen Kulturausschuss am 5. April
angekündigt, das Kuratorenkonzept zu evaluieren. Ein Diskussionsprozess, der, so Morak nach dem Ausschuss, "in
enger Kooperation mit dem bisherigen Standort der
Kuratoren, dem Museumsquartier, und dem dort geplanten
âfuture lab"" (das nun Quartier 21 heißt) stattfinden solle.

Gehrer schließt das im Gespräch mit "profil" aus: "Es
werden ganz sicher keine fixen Kuratoren fürs Quartier 21
bestellt, die dann als Gönner tätig sind, bei denen man sich anstellen muss." Man solle, meinte Gehrer, "nicht immer
im eigenen Saft schmoren".

Weiters kritisierte Gehrer das "Schrebergartendenken"
mancher Museumsquartier-Nutzer. Kein Verständnis hat
die Ministerin etwa für Rudolf Leopold und Lorand Hegyi,
"die ja gegen einen gemeinsamen Ticketverkauf, gegen
gemeinsame Verwaltung, gegen die ganzen gemeinsamen
Einrichtungen protestiert haben". Als sie davon in der
Zeitung gelesen habe, sagte Gehrer, "dachte ich mir schon:
Dass die nichts Gescheiteres zu tun haben?"

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