"profil": Neugebauer: "Inakzeptable Inhalte bekämpfen"

GÖD-Vorsitzender fordert Verschiebung der Senkung der Lohnnebenkosten

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
nimmt der Vorsitzende der Gewerkschaft öffentlicher
Dienst Fritz Neugebauer zur jüngsten Kontrovese um die Pensionsreform bei den Beamten Stellung. Der Abbruch
seiner Verhandlungen mit Vizekanzlerin Susanne Riess-
Passer sei ein "normaler gewerkschaftlicher Vorgang"
gewesen, so Neugebauer. Grund für die Irritation sei
gewesen, dass "manche Minister die Eckpunkte der Reform
für unverrückbar erklärt haben". Neugebauer:
"Verhandeln heißt aber etwas anderes. Es sind im
Regierungspapier Punkte enthalten, die nicht akzeptabel
sind. Dass jemandem, der krank ist, die Pension gekürzt
wird, ist etwa unannehmbar." Als Gewerkschafter, so
Neugebauer, müssen man "insbesondere inakzeptable
Inhalte bekämpfen".

Gegenüber "profil" mahnt der GÖD-Vorsitzende Verhandlungsbereitschaft ein: "Die Regierung ist gut
beraten, den Konsens mit den Gewerkschaftern zu suchen.
Tut sie das nicht, nimmt sie Auseinandersetzungen in
Kauf."

Im "profil"-Gespräch übt Neugebauer Kritik am Budget-
Kurs der Regierung. Neugebauer: "Wir haben schon den
Eindruck, dass die Umverteilung zu Lasten der
unselbständig Erwerbstätigen geht. Die Masse hat nur
Verständnis, wenn alle gleich zur Kassa gebeten werden,
also auch die Selbständigen und Unternehmer. Deshalb
sind etwa Vorschläge, die von der Regierung geplante
Senkung der Lohnnenbekosten zu verschieben, durchaus überlegenswert."

Zur Arbeit der schwarz-blauen Koalition sagt Neugebauer
im "profil"-Interview: "Wenn die Regierung die
Gesprächskultur aufrecht erhält und kompromissfähig ist,
dann hat sie eine gute Chance, nicht nur in dieser
Legislaturperiode zu bestehen, sondern auch in der
nächsten."

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