profil: Häftlingstod: Anwalt Prader kritisiert Gerichtsmedizin

= Rechtsanwalt Prader ist empört, dass Angehörige und U-Richterin noch immer keinen Obduktionsbericht erhalten haben

Wien (OTS) Ð Mehr als eine Woche, nachdem der
mutmaßliche Drogendealer Richard Arise Ibekwe in einer
Zelle des Wiener Jugendgerichtsgefängnisses ums Leben
gekommen war, haben weder die Untersuchungsrichterin
noch der Anwalt der Familie des Toten einen
Obduktionsbericht zu Gesicht bekommen. In einem
Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Anwalt Thomas
Prader die Wiener Gerichtsmedizin aufs Schärfste: "Meine
Geduld ist absolut am Ende. Ich halte es für eine Frechheit,
dass das gerichtsmedizinische Institut den
Obduktionsbericht den Sicherheitsbehörden zur Verfügung
stellt, aber weder dem Gericht noch den Angehörigen. Alle
reden sich auf den Institutsvorstand Dr. Bauer aus, der grundsätzlich nicht erreichbar ist und weder auf
Telefonate noch auf Schreiben reagiert." Der Anwalt
vermutet mögliche Ungereimtheiten als Motiv für das
Zurückhalten des Obduktionsberichts. Prader: "Dieses
Verhalten induziert für mich, dass sie etwas zu vertuschen
haben."

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