AMS: Fachkräftemangel durch sinkende Lehrausbildung-

Zahl der Lehrstellen für LehranfängerInnen in den letzten 10

Jahren um fast ein Drittel gesunken=

Wien (OTS) Der von der Wirtschaft beklagte Fachkräftemangel ist das Ergebnis einer längerfristigen Entwicklung und die Folge der sinkenden Ausbildungsbereitschaft der Betriebe: So sank die Zahl der Lehrstellen für LehranfängerInnen von 1990 bis 1999 um 31 Prozent oder fast 18.000 Lehrstellen. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Industrie (minus 55 %), gefolgt vom Tourismus (minus 37 %), vom Handel (minus 34 %) und vom Gewerbe (minus 27 %). Auch die Zahl der Lehrbetriebe hat sich im gleichen Zeitraum von rund 43.000 auf 39.900 verringert (minus 3.900 oder 7,2 %). "War zu Beginn der 90-er Jahre noch fast die Hälfte der 15- Jährigen in der dualen Ausbildung, so liegt dieser Anteil derzeit bereits unter 40 Prozent, die Tendenz ist weiter sinkend. Die Folge daraus ist der Fachkräftemangel, der sich in der Zukunft noch weiter verschärfen wird", betonte Herbert Böhm, Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice (AMS).

Utl.: Appell an die Wirtschaft Am in den letzten Monaten wieder deutlich höheren Lehrstellenangebot sei bereits wieder ein Umdenken der Betriebe festzustellen, sich verstärkt in der Lehrlingsausbildung zu engagieren, so Böhm weiter. Auch die Zunahme der beim AMS gemeldeten offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr zeige einerseits die Wachstumspotenziale der Wirtschaft, andererseits jedoch auch die Tatsache auf, daß die Vormerklisten der Betriebe in manchen Branchen "kürzer" werden.

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