Povysil: Museen bieten Einblick in kulturelle Vielfalt

Kultur ist Vervielfältigung der Welt

Wien, 2000-05-12 (fpd) - "‘Man muß das Leben verändern‘, hat Rimbaud gesagt, ‚man muß die Welt verändern‘, hat Marx gesagt. Beide irrten -man muß das Leben vielgestaltiger machen, die Welt vervielfältigen, das ist Kultur", sagte die freiheitliche Abgeordnete und Ausschußvorsitzende Dr. Brigitte Povysil in der heutigen Kulturbudgetdebatte im Nationalrat. ****

"Einen Einblick in kulturelle Vielfalt und Möglichkeiten nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart bis hin zu digitalen Zukunft, z.B. das AEC in Linz, bieten uns unsere Museen und geschützten Denkmäler. Es gibt z.B. in Wien rd. 150 Museen, also rd. genau soviel wie die Wiener Theater und Kinos gemeinsam. Museen sind heute bedeutende Stätten der außeruniversitären Forschung und Begegnung mit dem Schul- und Bildungsbereich. Sie zu führen und zu erhalten bedarf neuer Wege. Neben der Finanzierung durch die öffentliche Hand müssen auch private Initiativen gesetzt werden. Die öffentliche Kulturförderung soll sich als Katalysator für privates Fundraising verstehen. Organisationen im Kunst- und Kulturbereich sollen motiviert werden, nach Kräften Geld zu sammeln. Wichtigste Voraussetzung ist eine großzügige Steuergesetzgebung. Merchandising ist zu diesem eine gute Ergänzung", umriß Povysil die Museumsszene. Die meisten Länder haben bereits ihre Privatinitiativen und freiwilligen Helfer einschließlich der Denkmalpflegemodelle im Denkmalschutz. Ähnliches könnte auch in Österreich angewendet werden.

Vergleichbares existiert in Österreich für die moderne Kunst und könnte auch auf Bundesmuseen angewendet werden: "Rent a Painting":
Mehrere zahlen in einen Fonds ein und erhalten Anteile. Für diese Anteile erhalten sie einige Monate ein Bild in ihre Nutzung, danach wandert das Bild zum Nächsten usw. Letztendlich kann man das Bild auch kaufen mit der Auflage, dieses für Ausstellungen zur Verfügung zu stellen. Dies könnte man auch z.B. im Kunsthistorischen Museum (KHM) mit dem "Pelzchen" von Rubens machen. Sponsoren unterstützen den Erhalt des Bildes und werden somit "Aktionäre" des Bildes. Auch die Nationalbibliothek realisierte ähnliches, die Buchpatenschaft", erläuterte Povysil die neuen Wege.

"Nur wer tatsächlich vom existentiellen Wert der Kunst überzeugt ist, wird sie auch propagieren und entsprechend neue Wege finden. Dies ist ein Teil der freiheitlichen Grundgedanken: Die Mitbestimmung des Bürgers in allen politischen wie kulturellen Fragen - Zeichen der gelebten Demokratie", schloß Povysil (Schluß)

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