Anrainerinitiativen begrüßen den Projektstop zum Lainzer Tunnel

Wien (OTS) - Der vorläufige Projektstop für den Lainzer Tunnel bestätigt die Anrainerinitiativen in ihrer Auffassung,daß es gegenwärtig wichtigere Ausbauvorhaben der Bahn gibt als diese in mehrfacher Hinsicht umstrittene Milliardenröhre. (Bekanntlich soll sie - zusätzlich zur bereits bestehenden Verbindungsbahn - als Teilstück eines ca. 30 km langen Tunnels ins Tullner Feld die Westbahn mit der Süd- und Donauländebahn verbinden, dies oft nur wenige Meter unter Wiener Wohngebieten.)

Bürgersprecher Franz Schodl: "Mit diesem ebenso vernünftigen wie mutigen Projektstop beendet Verkehrsminister Schmid die Steuergeldverschwendung für entbehrliche Megaprojekte, die oft nur unter massivem politischen Druck baureif gemacht worden sind. Von nun an soll es Geldmittel ausschließlich für einen gesetzeskonformen und verkehrspolitisch sinnvollen Bahnausbau geben, der in einem ausgewogenen Kosten/Nutzen-Verhältnis steht, umweltverträglich ist und die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllt."

Renommierten Fachleuten zufolge könne der Lainzer Tunnel diese Kriterien wegen grober Verfahrens- und Projektmängel nicht erfüllen, weshalb er auch Gegenstand zahlreicher Höchstgerichtsbeschwerden ist. Schodl weiter: "Der soeben verhängte Projektstop sollte nun zu einer grundsätzlichen Prüfung genützt werden, ob der Lainzer Tunnel in ein budgetschonendes, verkehrsträgerübergreifendes Gesamtverkehrskonzept überhaupt hineinpaßt oder andernfalls durch intelligentere Lösungen zu ersetzen ist. Wichtige Voraussetzung dazu wäre, die Bauvorbereitungen bei den Verknüpfungspunkten Hadersdorf (Westbahn) und Hetzendorf (Südbahn) ab sofort ruhen zu lassen, um nicht Sachzwänge zur Fortsetzung des Irrweges zu schaffen."

Daß Wiens SP-Landeshauptmann Häupl einschließlich seines VP-Stellvertreters Görg und des Grünen Chorherr die Entscheidung des FP-Ministers hart kritisieren, wundert Schodl nicht weiter, zumal sie erklärte Verfechter des Lainzer Tunnels sind: "Für diese Herren ist es höchste Zeit, sich im Interesse der Allgemeinheit für bessere Lösungen als den Lainzer Tunnel einzusetzen und nicht länger der einflußreichen Tunnelbaulobby das Wort zu reden!".

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Franz Schodl,
1120 Wien, Kiningerg.12.
Tel + Fax: 01/804 31 80

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS