SCHWEITZER: Zukunft stellt große Herausforderungen an das Bildungssystem

Modernes Schulmanagement - Leistung muß sich auch in der Schule lohnen - Opposition soll konstruktiv mitarbeiten

Wien, 2000-05-12 (fpd) - Trotz des sozialistischen Erbes sei es gelungen, dem Bildungsministerium eine einigermaßen gute finanzielle Ausstattung zu geben, erklärte der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Karl Schweitzer zu Beginn seines heutigen Debattenbeitrags. ****

Diese Bundesregierung vertrete die Ansicht, daß die Zukunft noch größere Herausforderungen an das Bildungssystem stellen werde. Auch die Opposition sei eingeladen, sich konstruktiv einzubringen, betonte Schweitzer. Bildungspolitik sei keine tagespolitische Angelegenheit, es gehe vielmehr um das Setzen von Maßnahmen zur Einleitung langfristiger Entwicklungen. Das Regierungsprogramm sei sehr ambitioniert.

Die "Schule neu" solle grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln. Schweitzer nannte hier unter anderem die Einbringung der neuen Technologien in den Unterricht. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, werde es mit Sicherheit in den nächsten Jahren die Technologiemilliarde geben. Auch für eine Aufwertung der Hauptschule sprach sich Schweitzer aus sowie für die Weiterentwicklung der polytechnischen Schule mit dem Ziel, daraus ein Berufsbildungsjahr zu machen. Dies sei auch ein innovativer Ansatz für die Lösung der Lehrlingsproblematik.

Als weiteren Schwerpunkt der neuen Bildungspolitik nannte Schweitzer ein modernes Schulmanagement mit dem Ziel, die Autonomie rasch weiter zu entwickeln. Die Schule solle zum Bildungsunternehmen werden und mit dem schulischen Umfeld viel mehr kommunizieren, als es bisher der Fall sei. Die Schulen der Zukunft müßten einmal die Vollrechtsfähigkeit bekommen, um sich selbst Ziele setzen zu können.

Für die Erreichung all dieser Ziele brauche man engagierte und motivierte Lehrer. Daher müsse es in der Lehreraus- und -fortbildung zu Neuerungen kommen. Vor allem die Fortbildung werde von Privaten übernommen werden müssen. Schweitzer sprach sich auch für die Schaffung von Anreizsystemen im Besoldungssystem aus, damit Leistung belohnt werde. Leistung müsse sich auch in der Schule lohnen.

Abschließend richtete Schweitzer noch einmal die Aufforderung an die Opposition, konstruktiv mitzuarbeiten. "Wir werden uns über jeden konstruktiven Beitrag freuen, ihn gerne aufgreifen und umsetzen." (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC