Sitzung des NÖ Landtages

6. Fortsetzung

St.Pölten (NLK) - Abgeordneter Anton R u p p (SP) berichtete
zum Antrag der Abgeordneten Keusch, Hinterholzer, Dkfm.Rambossek u.a. betreffend Vermarktungsmaßnahmen für das Freizeitreiten in Niederösterreich.

Abgeordnete Mag. Brigid W e i n z i n g e r (GA) bezeichnete den Pferdesport als einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Niederösterreich. Der Umsatz betrage jährlich immerhin 2,5 Milliarden Schilling. Auch eine gemeinsame Vermarktung sei zielführend. Sie trat dafür ein, den "Leitbetrieb-Begriff" mehr auszuformulieren. Auch eine Ausweitung des Reitwegenetzes und eine artgerechte Haltung der Pferde sei notwendig. Harte Kritik kam zum geplanten Pferdepark des Magna-Konzerns im Süden Niederösterreichs. Damit würde der Pferdesport in Österreich monopolisiert und zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen Situation der anderen Reitbetriebe führen. Sie brachten einen Resolutionsantrag ein, der sich mit der Erhaltung der Vielfalt von Reitsportangeboten im Industrieviertel beschäftigt.

Abgeordneter Dkfm. Edwin R a m b o s s e k (FP) sagte, gerade im Reittourismus seien Kooperationen gefragt. Gerade in der Tourismusbranche müsse man alle Marktchancen optimal nützen. Es sei bedauerlich, dass im Tourismus-Leitbild der Reitsport nur einen geringen Stellenwert einnehme. Das sei auf jeden Fall der falsche Weg. Der Reitsport erlebe derzeit einen Boom. So gebe es in Niederösterreich rund 21.000 Pferde und rund 35.000 bis 38.000 Personen, die den Reitsport mehr oder weniger regelmäßig pflegen. Darüber hinaus dürfe man die regionale Wertschöpfung nicht außer Acht lassen. Insgesamt liegen die Chancen der Tourismusbranche in der Einmaligkeit des Angebotes.

Abgeordneter Eduard K e u s c h (SP) sieht im Reitsport eine Trendsportart, die bereits alle Bevölkerungsteile erfasse. Dazu würden auch die optimalen regionalen Voraussetzungen in Niederösterreich beitragen. Dieses brachliegende Potenzial müsse künftig stärker genützt werden. Hier vermisse er auch ein wenig das Engagement des Landes. Er sprach sich deshalb für die Erstellung eines Reitkonzeptes aus.

Abgeordneter Mag. Johannes H e u r a s (VP) meinte, dass der Reitsport auch viele Bereiche verbinde und Synergieeffekte erzeuge. Derzeit kämen rund 50 Prozent der Reiter aus Wien, die Wertschöpfung bleibe jedoch in Niederösterreich. Einen Nachholbedarf gebe es derzeit im Mostviertel. Begrüßenswert seien die Initiativen der Eco Plus, die bereits Reitsportinitiativen durch Beschilderungen, Beratungen, Bau von Reithallen etc. unterstütze. Auch im Rahmen des Incentive 2001 soll der Reitsport durch Gründung einer ARGE Pferdeland Niederösterreich unterstützt werden. Aufgabe der ARGE sei die Erstellung eines gemeinsamen Marketingkonzeptes und die Vermarktung des Reitsportes. Der ARGE-Vertrag soll morgen unterschrieben werden.

Abgeordneter Dkfm. Edwin R a m b o s s e k (FP) hielt fest, dass er nicht die Tourismusabteilung des Landes kritisiert habe, sondern die Ersteller des Tourismus-Leitbildes, für die der Reitsport kein Landesleitthema sei.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen, der Resolutionsantrag der Abgeordneten Weinzinger (Erhaltung der Vielfalt an Pferde- und Reitsportangeboten im Industrieviertel) abgelehnt.

Fortsetzung folgt

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