Sitzung des NÖ Landtages

1. Fortsetzung

St.Pölten (NLK) - Abgeordneter August B r e i n i n g e r (VP) referierte zum Antrag betreffend NÖ Sportgesetz - Sportbericht 1999.

Abgeordneter Mag. Martin F a s a n (GA) befasste sich mit der Landessportschule in St.Pölten. Laut dem Bericht verzeichnet die Schule im Jahr 1999 eine Nächtigungssteigerung aufgrund der gezielten Werbemaßnahmen. Er hätte sich aber noch genauere Angaben gewünscht. Das zweite Problem sei das Doping. Aus dem Bericht gehe hervor, dass die Information das beste Mittel dagegen sei. Es stehe aber nicht, welche Information. Zudem sei Doping nicht nur als Sportproblem zu sehen. Zum Stadion in St.Pölten merkte Fasan an, dass man sich auch mit der Nachnutzung beschäftigen müsse. Es gebe jetzt keine EM in St.Pölten und auch die Nutzung durch den FCN sei nicht ausreichend. Fasan bemängelte, dass für den Behindertensport nur ein tausendstel des Budgets zur Verfügung stehe.

Abgeordneter Hans Jörg S c h i m a n e k (FP) bezeichnete die 47 Millionen Schilling jährlich für Sportstätten als gerechtfertigt. Man müsste sich trotzdem auf mehr Wirtschaftlichkeit verlegen. Teure Spieler sollten sich Vereine durch Sponsoring finanzieren. 7 Millionen Schilling stünden für den Jugendsport zur Verfügung, man sollte in diesem Zusammenhang aber auch mehr Wert auf die Gesundheitsvorsorge legen.

Abgeordneter Herbert K a u t z (SP) meinte, die Jugendarbeit sei für den Sport ausschlaggebend. Natürlich müsste man sich auch über die Nachnutzung Gedanken machen. Kautz hob die Bedeutung der Sportfunktionäre hervor, die den Betrieb aufrecht erhalten. Eine Kommerzialisierung des Sports wäre schlecht. Auch die Trainerausbildung müsse man forcieren. Er bedaure es zudem, dass sportärztliche Untersuchungen zu wenig in Anspruch genommen werden. Die Top-Sport-Aktion habe zwar einen wichtigen Stellenwert für große Ereignisse, doch solle man sich nicht nur auf diese konzentrieren. Was im Schisport geht, sollte auch in anderen Sportarten möglich sein. Dazu brauche es jedoch in jedem Viertel spezielle Sportschulen bzw. Leistungszentren, um Jugendliche an den Spitzensport heranführen zu können.

Abgeordneter Franz H i l l e r (VP) zeigte sich erfreut über die Entwicklung im Breiten- und im Spitzensport in Niederösterreich. Das zeige, dass in den Vereinen gute Arbeit geleistet wird. Erfreulich sei weiters, dass der Behindertensport in Niederösterreich einen großen Stellenwert einnehme und dass der Sport vor allem den Menschen in den Mittelpunkt stelle. Trotz der Erfolge in der Jugendarbeit sollte man bei der Talentesuche noch mehr positives Bewusstsein zu Tage legen als bisher. Darüber hinaus würden in Niederösterreich Großveranstaltungen neben dem sportlichen Stellenwert auch wichtige wirtschaftliche Impulse auslösen. Das Sportgeschehen in Niederösterreich habe eine enorme Breitenwirkung, jedem werde etwas geboten. Gerade hier komme die Arbeit der tausenden Freiwilligen in den Vereinen und in den Gemeinden voll zum Tragen.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese P r o k o p (VP) findet es für richtig, dass trotz der Erfolge im Breiten- und im Spitzensport auch so manches hinterfragt werde. Nur so könne man notwendige Verbesserungen erzielen. Auch im Versehrtensport habe man viele Verbesserungen durchgeführt und letztlich auch sportliche Erfolge erzielen können. Besonders versehrtensportgerecht sei die Landessportschule, wie ihr immer wieder versichert werde. Ein Anliegen sei ihr auch der Kampf gegen das Doping. Darüber hinaus würden nur jene Vereine die Spitzensportförderung bekommen, die eine Jugendförderung nachweisen können. Künftig sollte man mehr als bisher Spitzensportler als Vorbilder für die Jugend und für den Breitensport einsetzen. Insgesamt sei die Jugendarbeit, wie Ergebnisse auf nationaler und internationaler Ebene zeigen würden, gut. Was derzeit noch fehle, sei die Breite, um Abgänge ersetzen zu können. In den Schulen gelte es, die generelle Einstellung zum Sport zu verbessern. Beim Spitzensport habe das Sonderprogramm "Sydney 2000" dazu geführt, dass die Hälfte der bis dato fix qualifizierten Athleten aus Niederösterreich stamme, wobei alle reelle Medaillenchancen hätten.

Der Sportbericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.

Fortsetzung folgt

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