Eisenbahner lehnen unsinnige Kukacka-Pläne ab

GdE-Vorsitzender Haberzettl: Regierung gefährdet sozialen Frieden

Wien (GdE/ÖGB). "Wenn ÖVP-Abgeordneter Kukacka, ein alter Feind der Eisenbahner, nunmehr versucht per Presseaussendung einen neuerlichen Aderlass der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner herbeizuschreiben, dann muss er daran erinnert werden, daß wir bereits 1997 durch eine Systemänderung in unserem Pensionsrecht einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Pensionen und Sanierung der Staatsfinanzen geleistet haben”, erklärte der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, Donnerstag in Wien. ++++

Der als ÖVP-Generalsekretär gescheiterte Kukacka hat von den derzeitigen Diskussionen um die von der Bundesregierung beabsichtigten Einschnitte in das soziale Netz keine Ahnung, sagte Haberzettl. Sonst wüsste er nämlich, dass die Regierung durch die erhöhten Beiträge bei den EisenbahnerInnen von dieser Bevölkerungsgruppe rund 7,5 Milliarden Schilling an Mehreinnahmen kassiert. Gleichzeitig werden aber aus sehr durchsichtigen parteipolitischen Motiven durch Blau-Schwarz neue ökonomische Opfer der EisenbahnerInnen verlangt. "Wir sagen Herrn Kukacka sehr deutlich, er möge sich, wenn er einen Finanzbedarf hat, zur Abwechslung einmal an die Landwirtschaft seines Parteifreundes Molterer wenden; vielleicht findet er dort Kühe, die er melken kann!”

Regierung versucht soziale Errungenschaften zu zerstören

Diese Regierung, so unterstrich der GdE-Vorsitzende, ist mit ihrer Pensionsreform nur auf eine reine Geldbeschaffungsaktion aus, sie versucht die sozialen Errungen- schaften der letzten drei Jahrzehnte - und damit den sozialen Frieden in Österreich - zu zerstören. Beispiele dafür sind die geplanten tiefen Eingriffe in die Rechte der ArbeitnehmerInnen, die darauf abzielen, die Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen und die Sozialpartnerschaft in ihrer Gesamtheit zu zerschlagen, die Entscheidungsgremien der Sozialversicherung nach den Grundsätzen blau-schwarzer Personalpolitik zu verändern und wichtige Elemente des österreichischen Rechtsbestandes, wie die ArbeitnehmerInnenschutzbestimmungen zu demontieren. "Wir warnen die Bundesregierung mit großem Nachdruck vor solchen Maßnahmen”, stellte Haberzettl abschließend fest.
(Schluss)

ÖGB, 11. Mai 2000

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Walter Kratzer
Telefon (01) 546 41/580 DW
Mobiltelefon: 0676/48 28 345

Gewerkschaft der Eisenbahner

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB