Montag, 15. Mai 2000 Ende der Einreichfrist für Studienbeihilfe

Wien (OTS) - Am kommenden Montag den 15. Mai 2000 ist der letzte Termin, um Anträge auf Studienbeihilfe einzureichen. "Als rechtzeitig und fristgerecht eingebracht gilt der Antrag dann, wenn er spätestens am letzten Tag der Frist nachweislich zur Post gegeben wird," so der Sozialreferent der Bundesvertretung Hans Steinwider. Um dies - falls notwendig - auch im Nachhinein beweisen zu können, ist es jedenfalls empfehlenswert den Antrag per Einschreiben an die Studienbeihilfenbehörde zu schicken.

Sollten noch Unterlagen fehlen, empfiehlt die ÖH den Antrag trotzdem innerhalb der Frist zu stellen, da fehlende Formulare oder Nachweise nachgereicht werden können. Bei verspäteter Antragstellung besteht der Anspruch auf Studienbeihilfe erst ab dem Folgemonat.

Ab Herbst haben auch alle Studierenden, die für ein Bakkalaureatsstudium zugelassen sind, Anspruch auf Studienbeihilfe. Ein großes Problem für die Studierenden der Bakkalaureatsstudien stellt die im Entwurf des Studienförderungsgesetzes, geplante Regelung dar, dass 12 Monate nach dem Abschluss ein Magisterstudium begonnen werden muss, ansonsten jeder Anspruch auf Studienbeihilfe entfällt.
"Wenn sich Bakkalaureatsstudien in Österreich etablieren soll, können derartige Befristungen nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden", betont Faißt. "Sie widersprechen in jeder Weise der Idee des dreigliedrigen Studiensystems."

Ebenso lehnt die ÖH, den im Entwurf vom Ministerium vorgesehenen Leistungnachweis nach einem Semester entschieden ab. "Platzmangel bei Lehrveranstaltungen und Seminaren, sowie endlose Korrigier- und Ausstellungsfristen bei Prüfungen und Zeugnissen macht dies für die Studierenden teilweise unmöglich", so ÖH Vorsitzender Martin Faißt. Die Studierenden würden so finanziell für die Mängel an den Universitäten bestraft. "Die ÖH tritt für die Beibehaltung des derzeitigen Systems- dem Leistungsnachweis nach zwei Semestern -ein."

Die ÖH hat bereits kurz nach Bekanntgabe des Entwurfs zum Studienbeihilfegesetzes Stellung genommen und ihre Kritik daran geäußert. Innerhalb der ÖH wurde intensiv darüber diskutiert und vergangene Woche haben auch alle Universitätsvertretung ihre Stellungnahmen dazu formuliert "Wir hoffen, dass die Argumente der ÖH ernst genommen und das Gesetz im Interesse der Studierenden formuliert wird", schließt Faißt.

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