Benzin: An deutschen Tankstellen tobt ein Preiskrieg

Der EU-Nettopreisvergleich gerät völlig aus dem Lot

Wien(PWK) Der Mitte März ausgelöste Preiskrieg an Deutschlands Tankstellen hat inzwischen ruinöse Ausmaße angenommen. Er kostet die Branche rund 500 Millionen DM im Monat und gefährdet zahlreiche Tankstellen in ihrer Existenz. Das Bundeskartellamt arbeitet bereits mit Hochdruck an einer Entscheidung zu diesem brisanten Thema.

Der weiter eskalierende Preiskrieg in Deutschland wirkt sich massiv auf den EU-Durchschnittsnettopreis aus und macht diesen als Maßstab für die Preisbeurteilung untauglich. Der Abstand des deutschen Extrem-Tiefpreises zum zweitbilligsten Land Frankreich beträgt bei Eurosuper mittlerweile 54 Groschen je Liter. Gegenwärtig wird in verschiedenen Regionalmärkten bereits unter Einstand verkauft.

Im Oil-Bulletin der Europäischen Kommission vom 8. Mai 2000 wird für Österreich folgende Differenz zum EU-Durchschnitt ausgewiesen:

EUROSUPER + 53 Groschen je Liter
DIESEL + 26 Groschen je Liter

Rechnet man den sowohl betriebswirtschaftlich als auch volkswirtschaftlich nicht verantwortbaren Extremwert Deutschlands heraus, beträgt die aktuelle Differenz :

EUROSUPER + 26 Groschen je Liter
DIESEL + 6 Groschen je Liter

Der Fachverband der Erdölindustrie ruft alle Preisbeobachter auf, besonnen mit dem Thema umzugehen. Es sei unverantwortlich den derzeit in Deutschland tobenden Preiskrieg nach Österreich zu importieren. (MH)

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