ÖBB-Bedienstete fordern Aufklärung über Nebenbahnkonzept

St. Pölten (OTS) - AKNÖ-Vizepräsident Pecina verlangt vernünftiges Verkehrskonzept für Niederösterreich

"Die Verunsicherung, wie es mit den Nebenbahnen in
Niederösterreich weitergeht, steigt täglich", erklärt AKNÖ-Vizepräsident Walter Pecina zur laufenden Verkehrsdebatte. "Betroffen sind die Pendler, die ÖBB-Bediensteten (insgesamt sind 350 Arbeitnehmer betroffen), aber natürlich auch die Familien, mit schulpflichtigen Kindern. Sie alle treten mit ihren Sorgen an uns heran, weil sie verlässliche Verkehrsverbindungen brauchen bzw um ihre Arbeitsplätze fürchten". Pecina weist vor allem auf die zuwenig beachtete Tatsache hin, dass die Nebenbahnen im Gesamtschienennetz eine wichtige Zulieferfunktion haben. "Wenn man einem Baum die Äste radikal abschneidet, wird der Stamm auch nicht lange leben", erklärt Pecina. Wenn diese Zulieferrolle der Nebenbahn nun ausfällt oder zu sehr reduziert wird, werden erneut mehr Menschen auf das Auto umsteigen. Eine Entwicklung, die gerade in Niederösterreich angesichts der Verkehrsbelastungen nicht gefördert werden darf.

In diesem Zusammenhang sind die Erklärungen, dass es Ziel der Landesregierung sei, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, nicht genug. "Ich denke, es ist jetzt der falsche Ansatz, dass wieder nur darüber geredet wird, ob und welche konkreten Strecken betroffen sind, es muss grundsätzlich Klarheit geschaffen werden, wie die Verkehrsentwicklung in Niederösterreich bewältigt werden kann. Das ist nicht mit wenigen Gesprächen abgetan, da muss eine große Lösung, die uns für die Zukunft Sicherheit gibt, gefunden werden". Als Personalvertreter der Eisenbahner hat Pecina genug davon, dass immer wieder Lösungen präsentiert werden, die dann nur wenige Monate halten: "So kann man mit uns nicht umgehen. Wir brauchen keine kurz wirkenden Beruhigungspillen, sondern ein zukunftsorientiertes Konzept." Die Bahnbediensteten leben doch nicht von den Sonntagsreden, wie wichtig der öffentliche Verkehr sei.
Pecina weist eindringlich auf seine Erfahrungen aus der Vergangenheit hin: "Großangekündigte Ersatzlösungen durch Busse oder Sammeltaxis sind in der Realität nie zufriedenstellend umgesetzt worden, weil sie ebenfalls nicht auf eine solide finanzielle Basis gestellt wurden". Der Vizepräsident der AKNÖ ist verärgert, dass offenbar seitens der Verantwortlichen versucht wird, im Windschatten von EU-Sanktionen, Budgetdebatten und "Humpe-Dumpe-Affären" das Thema Nebenbahnen hinter verschlossenen Türen zu "erledigen".

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