Ziele der Katastrophenübung im Katschbergtunnel erreicht

Kissela: Brand 45 Minuten nach Alarmierung gelöscht und 19 Verletzte innerhalb von eineinhalb Stunden geborgen

Salzburg (OTS) Die Ziele der Katastrophenübung im Katschbergtunnel, die gestern, Mittwoch, 10. Mai, ab
20.00 Uhr stattfand, seien erreicht worden, teilte
heute, Donnerstag, 11. Mai, Übungsleiter
Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Robert Kissela mit. Die
erstmals eingesetzte direkte Sirenenauslösung durch
die Zentralwarte der Autobahnmeisterei habe klaglos
funktioniert, und bereits 45 Minuten nach der
Alarmierung konnte "Brand aus" gemeldet werden.
Gleichzeitig war auch der Rauch aus dem Tunnel soweit
abgesaugt, dass die Feuerwehren und Rettungen mit der
Bergung der verletzten Personen beginnen konnten,
erklärte Kissela. Insgesamt wurden 14 schwer und fünf
leicht Verletzte aus den insgesamt fünf Fahrzeugen
geborgen. Alle schwer Verletzten und ein leicht
Verletzter wurden zur Sanitätshilfsstelle, die bei der Autobahnmeisterei St. Michael im Lungau eingerichtet
worden war, transportiert, vier weitere leicht
Verletzte zur Sanitätshilfsstelle beim Südportal des Katschbergtunnels. Um 21.25 Uhr war die Bergung
sämtlicher Verletzten aus dem Tunnel abgeschlossen. Um
21.50 Uhr war die Unfallstelle geräumt, so dass der Katschbergtunnel um 22.20 Uhr wieder für den Verkehr
freigegeben werden konnte.

Sowohl die Behördenleiter als auch Kommandanten
der Einsatzorganisationen stellten nach Abschluss der
Übung fest, dass diese insgesamt sehr gut verlaufen
sei. Vor allem die erstmals eingesetzte
Alarmierungseinrichtung der Zentralwarte habe sich
sehr gut bewährt. Die Lösch- und Bergeeinsätze von
Feuerwehren und Rettung seien gezielt und effektiv
durchgeführt worden, und auch der Aufbau der
Sanitätshilfsstellen sowie die Versorgung der
Verletzten seien reibungslos verlaufen.

Einziges Problem bei der Übung war der
Funkverkehr im Tunnel, da auf Grund des Lärms der
eingesetzten Aggregate die Verständigung schwierig
war. Der Lösung dieses Problems werde in Zukunft ein
Hauptaugenmerk geschenkt, betonte der Lungauer
Bezirkshauptmann.

Während der Übung wurde der Verkehr von der
Tauernautobahn abgeleitet. Laut Auskunft der
Gendarmerie kam es während dieser Zeit zu keinen
Unfällen und Verkehrsproblemen.

Laut Übungsannahme für die gestrige Übung im Katschbergtunnel hatte der Lenker eines Reisebusses,
der in Fahrtrichtung Villach unterwegs war, die
Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Reisebus
streifte bei Autobahnkilometer 108, etwa 1,8 Kilometer
vom Nordportal des Katschbergtunnels entfernt, die
Tunnelwand, schlitterte diese entlang und kam erst
nach etwa 100 Metern zum Stillstand. Vier Pkw-Lenker
konnten ihre Autos nicht mehr rechtzeitig anhalten und
prallten gegen den stehenden Bus. Zwei
Personenkraftwagen gingen in Flammen auf.

Durch den Unfall waren beide Fahrspuren
blockiert. Da sich die Türen des Busses nicht mehr
öffnen ließen, konnten die verletzten Businsassen nur
durch eingeschlagene Fenster geborgen werden. Außerdem
waren zwei Personen in einem der zwei Pkw, die nicht
Feuer gefangen hatten, eingeklemmt.

An der Übung nahmen insgesamt 300 Einsatzkräfte
der Feuerwehren St. Michael im Lungau, Zederhaus und
Rennweg, der Rot-Kreuz-Dienststellen der Bezirke
Tamsweg, Spittal/Drau und St. Johann im Pongau, der Landesgendarmeriekommandos für Salzburg und Kärnten
sowie der Bezirksgendarmeriekommandos Tamsweg und
Spittal/Drau, der Katastrophenhilfsdienste in den Bezirkshauptmannschaften Tamsweg und Spittal/Drau
sowie der Straßenerhalterin, der Österreichischen
Autobahnen- und Schnellstraßen Aktiengesellschaft
(ÖSAG), teil.

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