GPA-Frauen: Fällt die Teilzeitkarenz? Frauenberger: Begriffsverwirrung wie üblich - oder Strategie der Frau Ministerin Sickl?

Wien (GPA/ÖGB). Die Vorhaben der Regierung führen unweigerlich zu einer weiteren Reduzierung der Rechte von berufstätigen Eltern mit Kleinstkindern", stellte die Leiterin der Frauenabteilung in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Sandra Frauenberger, fest.++++

"Wir GPA-Frauen warnen vor dem Verlust weiterer ArbeitnehmerInnenrechte. Bisher gab es die Möglichkeit, Teilzeitkarenz zu nehmen. Der Vorteil für den/die ArbeitnehmerIn liegt auf der Hand: Ich kann Zeit für mein Baby aufwenden und dennoch - in einem begrenzten Zeitumfang - weiter im Betrieb sein. Und das alles unter Beibehaltung des arbeitsrechtlichen Schutzes der Karenzierung und der Bezugsberechtigung für das halbe Karenzgeld” so Sandra Frauenberger.

Die Erhöhung der Zuverdienstgrenze bei Karenz sei ein Angriff auf die Vereinbarkeitsmöglichkeit von Familien- und Berufspflichten, die auch von Vätern immer öfter in Anspruch genommen werde. Es ist zu erwarten, dass ArbeitnehmerInnen mit Einkommen, die über der Betragsobergrenze liegen, aus der Teilzeitkarenz und vom Kinderbetreuungsgeld ausgeschlossen werden. "Damit werden die ArbeitnehmerInnen, die das Prinzip ”Vereinbarkeit von Beruf und Familie” tatsächlich leben wollen, vom Kinderbetreuungsgeld ausgeschlossen. Gleichzeitig werden andere Personengruppen erstmals bezugsberechtigt” stellt Frauenberger fest.

"Die GPA-Frauen fordern die Sozialministerin auf, den Erhalt der Teilzeitkarenz zu garantieren sowie den karenzierten Vätern und Müttern zu helfen, trotz der Karenz ihr Qualifizierungsniveau zu halten, Kontakte zum Unternehmen nicht zu verlieren und vernünftige Wiedereinstiegs-Maßnahmen zu treffen”, schloss die Leiterin der GPA-Frauenabteilung.

ÖGB, 11. Mai 2000

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