Pressestimmen/Vorausmeldung/Finanzen "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Kennen Sie Pingpong?

Ausgabe vom 10.5.2000

Klagenfurt (OTS) - Pingpong. Sie kennen sicher Pingpong. Jenes Hin-und Hergeschubse, das eigentlich ein Kinderspiel ist. Mit Ball und zwei tischtennisähnlichen Holzschlägern. "Eigentlich", weil sich derzeit die Politik dem Pingpong angenommen hat. Ohne Ball. Ohne Holzschläger. Statt dessen im verbalen Schlagabtausch: Ping: Sie sind schuld - Pong: Nein, Sie sind schuld...
Schuld, die Finanzen nicht im Griff zu haben. Wie bereits vor Tagen an dieser Stelle angemerkt, kam es jetzt zur erwarteten EU-Watsch´n für unseren Finanzminister: Österreich sei zu lax in den Bemühungen um die Budgetkonsolidierung, mahnten die EU-14. Die Watsch´n hat gesessen: Postwendend ging besagtes Pingpong los. Schuldzuweisung hier, Schuldzuweisung dort. Wer hat den schwarzen Peter? Der schwarze Wolfgang offenbar nicht. Der putzt sich ab und lässt vermuten, dass er in der Vergangenheit die Politik nur mit körperlicher, nicht mit geistiger Anwesenheit beehrt hat. Der blaue Karl-Heinz kann´s auch nicht gewesen sein: Erst drei Monate im Amt - da kann man sich nicht wirklich geohrfeigt fühlen. Bleibt der rote Rudi: Kann er es gewesen sein? Just er, der als einsamer Mahner in der finanziellen Wüste zu Ehren gekommen ist?
Was bleibt, ist die Einsicht, dass Pingpong ein Kinderspiel bleiben sollte. Mit Ball und zwei Schlägern. Und auf der Spielwiese. Ein Hin-und Hergeplänkel in der Politik dürfen wir uns schenken. Müssen wir uns schenken. Ebenso müssen wir uns das Schenken schenken:
wahlkampfschwere und ruinöse Kinderscheckgeschenke & Co...

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