"Ein weites Feld":

Flurnamen-Ausstellung im NÖ Landesarchiv mit vielen Aspekten

St.Pölten (NLK) - Landtagsabgeordneter Karl Moser eröffnete heute in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Ausstellung "Ein weites Feld - Flurnamen in Niederösterreich", die bis 31. Oktober Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 18.30 Uhr und Freitag von 8.30 bis 12 Uhr im Foyer des NÖ Landesarchivs in St.Pölten zu sehen ist. Flurnamen sind Bezeichnungen von land- und forstwirtschaftlich genützten Flächen wie Äcker, Weingarten, Wiesen, Weiden oder Wälder. Diese Namen sind in Niederösterreich seit dem 12. Jahrhundert nachgewiesen, sind aber, in Karten oder im mündlichen Gebrauch vorliegend, von höchst unterschiedlichem Alter. Besonders die Namen von Rieden sind alt und auch sorgfältig tradiert, da hier die Tradition des Weinbaus kaum unterbrochen wurde. Flurnamen sind allerdings weniger langlebig als Ortsnamen. Eine Wüstung, die Neubesiedlung oder eine Kommassierung etwa können schnell die Namenswelt ändern, aber auch die Ansiedlung von Siedlern, die kroatisch sprachen. Die Flurnamen-Forschung überlieferte zudem wüst gefallene Siedlungen und Wehranlagen, die sonst verschwunden wären.

Landtagsabgeordneter Karl Moser meinte, das Landesarchiv werde nicht nur als solches betrieben, sondern stelle auch den Konnex zur Wissenschaft her. Gerade bei der Bewirtschaftung von Grund und Boden mit einem Grundstück, das einen Namen trägt, ist der Bezug ganz anders , als wenn man nur mit Nummern hantieren müsste. Man sei beim Namensbezug, der etwa zu Vorfahren hergestellt werde, nicht nur der Geschichte verpflichtet, sondern versuche, gerade in einer schnelllebigen Zeit die Tradition mit dem Fortschritt zu verbinden.

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