FSG-Frauen fordern flexible Arbeitszeiten im Sinne der ArbeitnehmerInnen

Gewerbeverein hat keine Ahnung von Frauenpolitik

Wien (FSG). Der Gewerbeverein bestätigt mit seiner Haltung nur einmal mehr, dass ihm Interessen von Frauen kein Anliegen sind. Schon heute seien Frauen die Leidtragenden bei flexibleren Ladenöffnungszeiten, betonte die Vorsitzende der FSG-Frauen, Erika Nussgraber-Schnabl. "Statt unqualifizierte Angriffe zu starten, sollte sich die Wirtschaft überlegen, welche besseren Rahmenbedingungen sie jenen berufstätigen Müttern und Vätern bieten kann, damit Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur am Papier besteht.” Nicht die FSG bezeichnet berufstätige Mütter als Rabenmütter, sondern Konservative, denen die Eigenständigkeit der Frauen nicht ins Weltbild passe. ++++

Der Rabenmuttertag habe den Sinn, auf die Situation von berufstätigen Frauen aufmerksam zu machen. Tatsache sei, so Nussgraber, dass ein großer Teil der Handelsangestellten mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden ist. Noch immer werden kollektivvertragliche Regelungen nicht eingehalten, Überstunden nicht bezahl, noch immer werden ArbeitnehmerInnenschutzvorschriften nur unzureichend eingehalten. "Keiner denkt an jene Frauen, die am Wochenende zwar arbeiten müssen, aber keine Kinderbetreuung zur Verfügung haben, oder deren Mobilität stark eingeschränkt ist.”

Nussgraber: "Berufstätige Frauen und Männer brauchen eine bessere Mitbestimmung bei der Arbeitszeit im Betrieb. Es wäre daher eine zukunftsorientierte Politik diesen Wunsch nach Mitbestimmung verstärkt nachzukommen, statt das Rad der Zeit wieder einmal zurückdrehen zu wollen.”

FSG, 9. Mai 2000

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Telefon (01) 534 44/222
Fax (01) 533 52 93
e-mail: fsg@oegb.or.at
Homepage: www.fsg.or.atFSG-Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS/NGS