Grünewald zu U-Häftlings-Tod: Vermutungen durch klare Befunde ersetzen

Mangelnde Sorgfaltspflicht kann nicht ausgeschlossen werden

Wien (OTS) "Bei der Untersuchung des Todes des U-Häftlings Peter Richard müssen Vermutungen des Polizeiarztes durch klare Befunde abgelöst werden. Dazu ist eine gerichtsmedizinische Obduktion notwendig mit toxikologischen Analysen von Harn, Blut und Gewebe. Das sollte von internationalen, unabhängigen Experten durchgeführt werden", fordert heute der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, damit sich nicht die Behörde einmal mehr selbst kontrolliert. Aus Sicherheitsgründen müßten zudem jegliche andere Todesursachen ausgeschlossen werden können, um jeden Verdacht auszuschließen.

Solange man nicht genau wisse, um welche Substanzen es sich genau handle, müsse damit gerechnet werden, daß die Aufnahme toxischer Substanzen kontinuierlich und nicht schlagartig verlaufen sei. Dann hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen Stunden vor dem Tod festgestellt werden können. Dazu zählen: psychische Auffälligkeiten wie Verwirrung, Benommenheit, Bewußtlosigkeit oder Koma. "Der Verdacht einer mangelnden Kontrolle und Sorgfaltspflicht ist daher nicht auszuschlißen", so Grünewald.

Aufklärungsbedürftig ist zudem auch, wie der unter Aufsicht befindliche U-Häftling Kügelchen sofort nach dem Ausscheiden wieder habe verschlucken können, sieht Grünewald weiteren Erklärungsbedarf.

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